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Australien | Insights

2 Tage in Alice Springs - die schönsten Highlights und Aktivitäten

Alice Springs: Australiens Wüstenstadt und Tor zum Outback

Geschrieben von

Andi Friedrich

07.05.2019

Alice Springs ist das lebendige Zentrum im Roten Herzstück von Australien. Die Distanz zur nächsten größeren Stadt beträgt 1.500 km. Als Ausgangspunkt für die Entdeckung des Outbacks findest du in Alice Springs ein hervorragendes Angebot an Hotels sowie Anbietern touristischer Programme und Touren. So bleibt bei einem zweitägigen Aufenthalt in der Wüstenstadt keine Zeit für Langeweile. Nachfolgend findest du Tipps zur Gestaltung eines Programms mit vielen der Höhepunkten des Red Centres.

Tag 1 – Entdeckungstour durch Alice Springs

Am ersten Tag machst du dich mit deinem spektakulären Reiseziel Alice Springs und dem Red Centre vertraut. Den Vormittag widmest du den Sehenswürdigkeiten von Alice Springs. Sie vermitteln dir spannende Hintergründe, warum und wie es zur Entstehung der Stadt an diesem außergewöhnlichen Ort gekommen ist. Ein Besuch im Museum of Central Australia macht dich mit der Kultur der Aborigines, der Geschichte sowie der Geologie der Region vertraut. Einen spannenden Einblick in die Tierwelt der Wüstenlandschaft erhältst du bei den spektakulären Shows im Alice Springs Reptile Center. Im Old Ghan Heritage Railway Museum erfährst du, welche Bedeutung die einstige Schmalspur-Bahnverbindung des Great Northern Railway von Adelaide nach Alice Springs für die Entwicklung der Stadt gehabt hat. Eine besondere Funktion hat durch die isolierte Lage seit jeher die medizinische Versorgung. Im Adelaide House, dem einst vom Gründer des Royal Flying Doctor Services geplanten ersten Krankenhauses der Stadt, ist heute das spannende historische Museum untergebracht.

Alice Springs ist der perfekte Ausgangspunkt für Entdeckungen des roten Outbacks.

Shoppingerlebnisse in Alice Springs

Bei einer Shoppingtour findest du die wichtigsten Geschäfte im zentralen Geschäftsviertel am Flussbett des Todd Rivers. Für ein gutes Souvenir oder Kunstartikel der Aborigines empfiehlt sich der Besuch der Todd Mall. Sonntags werden hier von Februar bis Dezember auf Märkten Kunsthandwerkartikel angeboten. Von August bis November ziehen Nachtmärkte zur kühlen Tageszeit Aussies wie Touristen in den Bann.

Tolle Nachtmärkte findest du in Alice Springs von August bis November.

Lunch-Spots in Alice Springs

Das kulinarische Angebot für den Snack für Zwischendurch ist prima. Es variiert zwischen veganen Gerichten, Toasts und Deftigem. Die Atmosphäre ist wie im Watertank Café typisch australisch unkonventionell, locker und freundlich. Sehr entspannt geht’s in der hübschen Gartenanlage des House of Tallulah zu, in der du Toasts und Mittagsgerichte, Kaffeespezialitäten und Kaltgetränke in herrlicher Atmosphäre unter blauem Himmel essen und trinken kannst.

Der perfekte Lunch-Spot ist Tallulah - hier gibts leckere Mittagsgerichte in toller Atmosphäre.

Helikopterflug zum Ayers Rock

Was liegt näher, als sich am ersten Tag in Alice Springs bei den riesigen Distanzen zwischen den Highlights Zentralaustraliens mit dem Helikopter einen Überblick aus der Vogelperspektive zu verschaffen? Nebenbei entdeckst du in den Weiten der Wildnis hier lebende Wallaby-Kängurus und Kamele.

Mit den in Alice Springs stationierten Helis kannst du an 12-minütigen oder halbstündigen Rundflügen über die Stadt teilnehmen. Eine einstündige Tour führt dich über die naturräumlichen Schätze der West MacDonnell Ranges und den spektakulären Larapinta Trail. Du genießt die atemberaubenden Blicke auf die Gebirgskette der MacDonnell Ranges mit ihren spektakulären Tälern, Schluchten und Wasserlöchern wie dem Birthday Waterhole.

Aufregend ist ein sechsstündiger Flug mit dem Ayers Rock Heli Express über die schönsten Naturbauwerke des Red Centre. Dein Pilot fliegt dich über das Palm Valley, den Kings Canyon und den Lake Amadeus bis zu dem Kata Tjuta und dem Uluru, dem weltberühmten Ayers Rock. Eine Alternative zum Heli ist eine etwa sechsstündige Fahrt mit dem Jeep in den Uluru Nationalpark, um hier per Kamelritt den Ayers Rock zu erleben oder das 348 Meter hohe Heiligtum der Aborigines zu besteigen.

Bei einem Heliflug kannst du das Red Centre aus der Vogelperspektive erleben.

Das Nachtleben in Alice Springs

Nach einem guten Abendessen in einem der vielen Restaurants wie der Epilogue Lounge, der Uncle Tavern oder dem Overlanders Steakhouse erwartet dich in Kneipen und Tavernen ein angenehm entspanntes Nachtleben. In der Rock Bar gibt es neben exotischen Getränken gute Musik und in den Clubs der Stadt legen DJs zum Tanz auf. Ein besonderer Tipp ist der Besuch der 90-minütigen Didgeridoo Outback Show. In der Todd Mall erlebst du in authentischem Ambiente eine musikalische Darbietung des echten Outback-Sounds.

Alice Springs bietet zahlreiche, empfehlenswerte Restaurants, wie die Epilogue Lounge, der Uncle Tavern oder das Overlanders Steakhouse.

Tag 2 - Die MacDonnell Ranges

Alice Springs liegt als perfekter Ausgangspunkt für Sightseeing-Trips oder Aktiverlebnisse im Zentrum der MacDonnell Ranges. Direkt vor den Toren der Stadt ist der der faszinierende Desert Park, der dir hautnahe Begegnungen mit der vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt der Wüste bietet. Danach hast du in Alice Springs die Wahl zwischen dem Besuch der westlichen oder östlichen Gebirgszüge der MacDonnell Ranges.

Der Nationalpark West MacDonnell Ranges, durch die der 223 km lange Larapinta Trail führt, begeistert unter anderem durch:

  • die faszinierende Schlucht Simpsons Gap mit badetauglichem Wasserloch und Fels-Kängurus sowie den Finke Gorge National Park mit dem Palm Valley mit etwa 14.000 Red Cabbage Palms
  • die schmale Schlucht Standley Chas mit Fluss-Eukalyptusbäumen im Territorium der Iwupataka Aborigines
  • die einst von norddeutschen Missionaren gegründete Mission Hermannsburg mit historischen Gebäuden sowie die für Aborigines heilige Stätte Ochre Pits

Einzigartige Naturphänomene erwarten dich auch in den East MacDonnell Ranges:

  • die Felszeichnungen der Aborigines bei Emily Gap im Emily und Jessie Gaps Nature Park
  • die Schluchten des Trephina Gorge Nature Park mit mächtigen Eukalyptusbäumen sowie das Mount Hayes 'Valley of the Eagles' mit einem großen Vorkommen von Keilschwanzadlern
  • die in freier Wildbahn lebenden Dingos, Kängerus und Wildpferde rund um den Pub der Rinderfarm Ross River
  • die Felsmalereien der Aborigines im N'Dhala Gorge Nature Park
Einen Natural Pool findest du in der Schlucht Simpsons Gap.

Top Events in Alice Springs

Je nach deiner Reisezeit erlebst du in Alice Springs einzigartige Veranstaltungen. So das im Juni stattfindende Alice Springs Beanie Festival oder den Apex Camel Cup, bei dem Besucher die spektakulären Rennen von Kamelen verfolgen. Skurril mutet die jährlich im August stattfindende Henley-on-Todd-Regatta an, bei der die Teilnehmer vor begeisterten Besuchern Boote tragend durch das ausgetrocknete Flussbett des Todd Rivers um die Wette laufen. Das Desert Festival bietet ab September bis Mitte Oktober eine Mischung von Musik- und Showevents. Als dreitägiges Wüstenfestival begeistert das Wide Open Space Festival inmitten der Wüste in der Nähe von Alice Springs.

Ein außergewöhnliches Event ist die Henley-on-Todd- Regatta - ein Wettlauf mit Botten durch das ausgetrocknete Flussbett.

Die beste Jahreszeit für Alice Springs

In Alice Springs und im Red Centre herrscht heißes Wüstenklima. Daher ist für das Outback der australische Winter, der auf der Südhalbkugel in die Sommermonate Mitteleuropas fällt, hinsichtlich des Wetters die perfekte Jahreszeit. In den Monaten Mai bis Oktober herrschen auch in den südlichen Regionen des Northern Territory am Tage mit etwa 20 °C angenehme Temperaturen. Willst du deinen Urlaub in Alice Springs mit einem Besuch der südlichen gemäßigten Breiten verbinden, dann empfehlen sich die Übergangszeiten des australischen Herbsts in den Monaten April und Mai oder im australischen Frühling der Monate September und Oktober für deine Reise nach Australien.

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