Beim Tango kochen die Emotionen hoch, wie sonst bei keinem anderen Tanz
Argentinien | Insights

Tango-Feuer: Tanzen wie in Buenos Aires

Tango tanzen Argentinien Style

Geschrieben von

Nicolas Buchalik

12.06.2018

Argentinien: das Mutterland des Tango. Feurig, dramatisch und voller Emotionen. Kein Tanz für schwache Nerven.
Zu weit alleine. Beim Tango verschmelzen die Tänzer zu einer sich zum Rhythmus bewegenden Figur

Man muss ihn spüren

Keine aneinander gereihten Abläufe verschiedener Schritte. Hören Sie hin. Und, hören Sie zu. Es beginnt mit der Umarmung, dem wichtigsten Element dieses Tanzes. Anfänger üben zu Beginn alleine und mit akkurater Körperhaltung. Spannung ist das Zauberwort. Danach erst kommt der Partner dazu und dann wird es göttlich, so sagen es manche, die behaupten das im Göttlichen die Wurzel dieser Symbiose zweier Partner liegt. Der tatsächliche Ursprung ist derweil ungewiss. Sicher ist allerdings, dass der Tango den Puls seiner Tänzer zum Rasen bringt.

Der argentinische Tango ist weltbekannt, feurig und phantasievoll. Manche sagen die Götter hätten ihn am fünften Tag der Schöpfung getanzt. Andere wiederum behaupten er wurde von einsamen Gauchos erfunden, die aus der Pampas wiederkamen. Aber das Herz des Tangos ist eigentlich nicht wichtig. Wichtiger ist die Seele. Klar scheint aber auch, dass er entweder aus Argentinien oder Uruguay stammt. Heutzutage gibt es von ihm zweierlei: den argentinischen Tango und den Balsaal-Tango.

Der Tanz der Götter

Die Geschichte der Liebe in drei Minuten

Seit über einem Jahrhundert wird er schon getanzt, aufgrund seiner Anziehungskraft, Intensität und der damit verbundenen Show. Zu lernen, wie man den Tango tanz, ist eine Lehre für das Leben. Der Tanz lehrt einem weithin mehr als „nur“ Bewegungsabläufe. Er bringt eine Wertschätzung mit für seinen Partner und alle die anderen auf dem Tanzparkett. Sein Wesen ist die Verbindung zweier Menschen.

Auf der Tanzfläche verschmelzen die Paare zu einem Tangostrudel

Die Grundlagen

Der Tango hat drei simplen Grundlagen: Gehen, drehen und stoppen. Dazu kommt dann noch ein bisschen Dramatik und natürlich viel Gefühl. Diese grundlegenden Bewegungen werden Tanz für Tanz unterschiedlich zusammengefügt, was den Tango zu einem Puzzle macht, bei dem die unterschiedlichen Teile in Verbindung ein Ganzes ergeben. Man weiß also nie was einen erwartet, wenn man den Tango tanzt. Und tatsächlich, es ist wie das englische Sprichwort sagt: It takes two to tango. (Es gehören immer zwei dazu)

In einer Gruppe bewegen sich die tanzenden dann gegen den Uhrzeigersinn, was von oben betrachtet aussieht wie ein sich stetig in sich drehender Strudel.

Tango lernen ist nicht schwer. Die Grundlagen sind doch recht einfach

Den Tango lernen

Am besten lernt man den Tango mit dem klassischen Tangounterricht, denn jeder guter Tänzer hatte irgendwann mal seine erste Stunde Tanzunterricht. Jedem, der den Tanz erlernen will, muss klar sein, dass dies viel regelmäßige Übung braucht und Hingabe. Ein guter Unterricht zeichnet sich zu Beginn durch die Erklärung der Grundlagen wie oben schon erwähnt aus. Und das sollte jedem, der den Tango lernen will, Hoffnung machen, denn wie man geht haben die meisten ja schon verstanden. Nachdem man gehen kann kommt das Drehen und die Navigation auf dem Parkett. Seinen Tanz zu verfeinern und auf die unterschiedlichen Formen des Tanzes reagieren zu können kommt danach. Im Grunde geht es auch nicht darum bestimmte Schritte zur Routine werden zu lassen, sondern sich im Rhythmus zu verlieren und sich der Musik komplett hinzugeben.