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Australien | Insights

Die Highlights der Westküste Australiens

Australiens Westküste – die verborgenen Schätze von Down Under auf einer Rundreise entdecken

Geschrieben von

Florian Gabler

29.11.2019

Australiens Westküste ist zwar nicht so bekannt wie der Großteil der Sehenswürdigkeiten im Osten des Landes, dafür aber mindestens genauso schön - wenn nicht sogar schöner! Wenn du dir viel Zeit für eine längere Reise nimmst und mit dem Mietwagen entlang der Küste fährst, erwartet dich eine faszinierende Mischung aus rot gefärbten Wüstenstraßen, atemberaubenden Nationalparks, tropischen Regenwäldern, pulsierenden Großstädten und kilometerlangen Traumstränden.
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Der Norden – Australiens Westküste fernab von Großstädten

Eine Kameltour am Strand - das erwartet dich am Cable Beach in Broome.

Broome ist die bekannteste Stadt im nördlichen Teil der australischen Westküste. Insbesondere der kilometerlange Traumstrand Cable Beach erfreut sich großer Beliebtheit bei Groß und Klein. Das liegt an einer ganz besonderen Attraktion. Auf Kamelen reiten die Touristen am Strand entlang und bekommen während des Austritts den schönsten Sonnenuntergang an der Westküste zu Gesicht. Mit seinen zahlreichen Palmen und Kokosnüssen vermittelt der Cable Beach den Urlaubern ein karibisches Gefühl.

Nicht nur in den Regionen, die direkt an der Küste liegen, gibt es eine Vielzahl an interessanten Sehenswürdigkeiten. Das Hinterland von Western Australia muss sich keineswegs hinter den Highlights am Meer verstecken und überzeugt die Menschen in erster Linie mit außergewöhnlichen Landschaftsbildern. Der Nationalpark Purnululu in der East Kimberley Region zeichnet sich durch ein imposantes Felsgestein aus, das den Besuchern auf den ersten Blick die Sprache verschlägt. Auch dich wird es mit Sicherheit umhauen. Die Bungle Bungles wurden erst 1983 zum ersten Mal gesichtet und sind mit ihren orange-schwarz gestreiften Felsen aus Sandstein ein Anblick, den du niemals vergessen wirst. Das weite und karge Land ist eine Besonderheit, die man in aller Ruhe auf sich wirken lassen sollte.

Die Gibb River Road kann nur zwischen Mai und Oktober befahren werden.

Auf der Fernstraße Gibb River Road gibt es auch so einiges zu sehen. Die Verbindung zwischen Wyndham und Derby kann in der Trockenzeit zwischen Mai und Oktober befahren werden. Sie besteht hauptsächlich aus erdigen Wegen mit Sand, wobei es aber auch asphaltierte Teile gibt. Entlang der Gibb River Road befinden sich insgesamt sieben Schluchten. Außerdem hast du die Gelegenheit, auf dieser Route den Tunnel Creek Nationalpark mit seinen furchteinflößenden Krokodilen und den El Questro Wilderness Park zu besichtigen.

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Die Mitte – faszinierende Landschaften und eine artenreiche Tierwelt

Eine besonders beeindruckende Landschaft erwartet dich im Karijini Nationalpark mit faszinierenden Schluchten und Natural Pools.

Auf einer Rundreise entlang der Westküste Australiens ist das Ningaloo Reef das wichtigste Ziel der Taucher und Schnorchler. Die farbenfrohe Unterwasserwelt zeichnet sich durch einen Reichtum an bunten Korallen und Fischen aus. In den Monaten März bis August sind die Walhaie, die als weltweit größte Fischart bekannt sind, in dieser Region unterwegs. In Coral Bay kannst du bei diversen Reiseveranstaltern eine Schwimm-Session mit ihnen buchen.

Der Karijini Nationalpark ist ein Diamant unter den beeindruckenden Landschaften in Western Australia. Für Wanderer gibt es eine Vielzahl an anspruchsvollen Strecken, die sie nur zu gerne in Angriff nehmen. Wenn du dich auf dieses einmalige Abenteuer einlässt, wirst du mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Schluchten belohnt. Ein weiteres Highlight ist der Spa-Pool. Kristallklares Wasser wirkt verlockend, ist in diesem Fall jedoch nicht trinkbar.

In Monkey Mia tummeln sich jeden Morgen zahlreiche Delfine, die mit Fischen angelockt und gefüttert werden.

Ein weiterer bekannter Nationalpark im schönen Westen trägt den Namen Kalbarri. Die wilde Küste passt hervorragend zur trockenen Landschaft und fügt sich nahtlos in das Bild mit den roten Felsen ein. Das Natures Window beschert dir eine fantastische Aussicht auf den Murchison River.

An der westlichsten Stelle des Staates befindet sich die Landzunge von Shark Bay. Sie ist als Heimat zahlreicher Delfine bekannt. In Monkey Mia kannst du sehen, wie die Tiere jeden Morgen mit Fischen angelockt und gefüttert werden. Eine andere Attraktion von Shark Bay ist der Küstenstreifen Shell Beach, der ausschließlich aus Muscheln besteht und für romantische Stunden am Indischen Ozean sorgt. Im Süden der Landzunge gibt es mit dem Hamelin Pool noch einen spektakulären Höhepunkt, den du dir nicht entgehen lassen solltest. Bei den Stromatolithen handelt es sich um einzigartige Gesteinsbildungen, deren Entstehung auf den Einfluss von Lebewesen zurückgeht.

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Der Süden – Perth und andere Highlights im Porträt

Auf Rottnest Island triffst du auf die wohl glücklichsten Tiere der Welt, den Quokkas.

Bei einer Tour entlang der Westküste Australiens darf die Metropole Perth nicht fehlen. Neben diversen Museen und Bauwerken ist auch der Stadtpark äußerst sehenswert. Der Kings Park ist eine interessante Kombination aus Park, botanischem Garten und Buschland. Hier findest du ebenso wie an den Stränden die nötige Entspannung abseits der Hektik im Zentrum. Wenn du auf der Reise unbedingt von regionalen Spezialitäten kosten möchtest, wäre ein Besuch der Märkte im Vorort Fremantle die Gelegenheit, um deinen kulinarischen Bedürfnissen nachzugehen.

Während eines Ausflugs mit der Fähre von Perth nach Rottnest Island lernst du die vermutlich glücklichsten Tiere kennen, die es auf der Welt gibt. Bei den Quokkas handelt es sich um Beuteltiere, die auf dieser Insel zu Hause sind. Die Chance, von ihnen ein strahlendes Lächeln für ein Bild zu ergattern, ist groß und sollte genutzt werden. Die Insel kannst du ohne Probleme mit dem Rad erkunden. Neben den Quokkas sind ihre wunderschönen Strände ein echter Blickfang.

Ein besonderes Highlight an der Westküste, der Pink Lake im Süden des Bundesstaates.

Rund 100 km nördlich von Perth findest du ein richtiges Juwel. Das kleine Fischerdorf Lancelin ist längst nicht nur bei Backpackern sehr beliebt. Mit seinen schneeweißen Sanddünen besitzt es eine Attraktion, die auf alle Fälle für eine Tour entlang der Westküste Australiens spricht. Zahlreiche Touristen ergreifen die Chance und düsen mit einem Sandboard, Geländewagen oder Quad durch die traumhafte Landschaft.

Mit einem Mietwagen erreichst du in weniger als einer Stunde ab Lancelin den Nambung Nationalpark, die Heimat der Pinnacles. Aus diesen berühmten Kalksteinsäulen setzt sich eine imposante Wüstenlandschaft zusammen.

Ausflüge zu den Seen in dieser Region versprechen kurzweilige Stunden in einem wunderschönen Land. Der Lake Ballard ist ein ausgetrockneter Salzsee in der Nähe von Menzies im Landesinneren. Die 51 Skulpturen der Freiluftgalerie Inside Australia ziehen Kunstliebhaber auf Anhieb in ihren Bann.

Der Pink Lake befindet sich im äußersten Süden des Bundesstaates und war in der Vergangenheit unter der Bezeichnung Spencer Lake bekannt. Er fällt wegen seiner knalligen Farbe, die ihren Ursprung in einer seltenen Algenart hat, sofort auf.

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Klima und beste Reisezeit an der Westküste Australiens

Die beste Reisezeit für den nördlichen Teil ist von Mai bis September, im Süden ist jedoch eine Reise in den Monaten September bis April empfehlenswert.

Der nördliche Teil wird von einem tropischen Klima geprägt. Die beste Reisezeit ist die Trockenzeit von Mai bis September. Die Monate April und Oktober sind von der Luftfeuchtigkeit nicht mehr ganz optimal, aber immer noch gut für einen Urlaub. Die Regenzeit erschwert die Voraussetzungen für eine Reise, weil du mit Zyklonen rechnen musst und viele Straßen nicht befahrbar sind.

Im Süden herrscht ein gemäßigtes Klima mit hervorragenden Bedingungen für eine Reise in den Monaten September bis April. Während des Winters von Mai bis August solltest du diese Region wegen des kühlen Wetters mit starken Regenfällen und niedrigen Temperaturen meiden.