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Botswana | Insights

Safaris in Botswana - auf den Spuren wilder Tiere

Reise zu den letzten Naturparadiesen Afrikas

Geschrieben von

Michaela Weiß

11.03.2020

Endlose Savannen, lebensspendende Flüsse und eine Artenvielfalt, die ihresgleichen sucht – wer die letzten wirklich wilden Orte Afrikas sehen möchte, ist in Botswana genau richtig.

Gründe für eine Safari in Botswana

Safari-Ziele gibt es viele in Afrika, doch wenige können es mit den Naturparadiesen Botswanas aufnehmen. Vom größten Binnendelta der Welt über weite Savannen bis zur wildromantischen Schönheit der Kalahari – Botswana punktet mit vielfältigen Landschaften, in denen sich ikonische Tiere wie Elefanten, Zebras, Giraffen und Löwen tummeln. Egal ob abenteuerlich mit dem eigenen Geländewagen oder luxuriös in einer privaten Lodge – Safari-Erlebnisse für deinen individuellen Geschmack erwarten dich in Botswana.

Botswana bietet abwechslungsreiche Safari: Bootsfahrten, Mokoro Trips, Buschwanderungen, Kanufahrten und Pirschfahrten bei Tag und auch bei Nacht.

Die beste Reisezeit für Safaris in Botswana

  1. Wann ist das Wetter am angenehmsten?
  2. Wann sind die Naturschutzgebiete am leichtesten befahrbar?
  3. Wann lassen sich besonders viele Tiere beobachten?

Im Norden Botswanas eignet sich die Trockenzeit zwischen Mai und Oktober perfekt, um bei moderaten Temperaturen und geringer Regenwahrscheinlichkeit eine Fülle an afrikanischen Arten zu erspähen. In den übrigen Monaten sind viele Gebiete überschwemmt, was Selbstfahrer vor Herausforderungen stellt. Willst du dagegen auf Safari in der Kalahari-Wüste gehen, bietet sich die Regenzeit von November bis März an. Dann erblühen vormals ausgedorrte Landstriche und ziehen Scharen von Wildtieren an.

Mit einer Bevölkerung von etwa 2 Mio Menschen, ist Botswana das am dünnste besiedelte Land der Welt.

Safari-Optionen in Botswana

Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, Botswanas Naturreservate kennenzulernen. Möchtest du dich ganz darauf konzentrieren, Fotos von Löwen, Elefanten und Co. zu schießen? Dann stellen geführte Safaris mit dem Geländewagen eine komfortable Wahl dar. Dank Komplettpaketen inklusive Transport und Unterkunft musst du dich nach der Buchung um nichts mehr kümmern. Auf Flussfahrten erspähst du Krokodile und Nilpferde und scheuen Tieren kommst du bei einer Buschwanderung mit sachkundigem Führer ganz nah. Abenteuerlustige Besucher, die es abgeschieden mögen, erkunden die Parks mit dem eigenen Geländewagen. Und wer das ultimative Erlebnis sucht, bestaunt die größten Tierherden der Welt auf einem Flug mit dem Helikopter.

Die besten Nationalparks & Game Reserves in Botswana

1

Okavango-Delta

Wasser wird in Botswana so wertgeschätzt, dass die Währung 'pula' heißt, was so viel bedeutet wie 'Regen' oder 'Segen'

Ausgedehnte Savannen, schattige Akazienhaine und verzweigte Flüsse – mit einer Größe von 20.000 km² bildet das Okavango-Delta ein Naturparadies der Superlative. Alle Vertreter von Afrikas „Big Five“ – Elefanten, Büffel, Löwen, Leoparden und sogar seltene Nashörner – sind dort zuhause. Öffentlich zugänglich ist die Moremi Game Reserve, die bei Selbstfahrern und Campern beliebt ist, jedoch auch komfortable Lodges besitzt. Wer es richtig luxuriös will, bucht eine Unterkunft in den privaten Konzessionen – inklusive Gourmetküche, klimatisierten Zelten und geführten Safaris im kleinsten Kreis.

2

Chobe-Nationalpark

Botswana ist als eines der vier afrikanischen Länder, die sich am östlichen Ende des Caprivi-Streifens in Namibia treffen, bekannt. Dies ist der einzige Ort auf der Welt, an dem sich vier Länder treffen.

Dieser Nationalpark im Norden Botswanas ist nicht nur für seine Zugänglichkeit und die dramatische Landschaft aus Savanne, Flüssen und Sumpfland bekannt, sondern auch für seine Tierwelt: Ganze 12.000 Elefanten durchstreifen das Areal. Dazu kommen Büffel, Gnus, Giraffen, Löwen, Leoparden und viele weitere Arten. Die Safari-Möglichkeiten sind umfangreich: So kannst du an geführten Pirschfahrten im gut erschlossenen Norden des Parks teilnehmen, die Weiten der Savanne mit dem Geländewagen erkunden oder auf dem Chobe River Nilpferde, Krokodile und Wasservögel beobachten. Zur Übernachtung stehen sowohl Zeltplätze als auch komfortable Lodges bereit. Wer nach der Safari noch Zeit hat, gelangt in nur einer Stunde zu den weltberühmten Victoria Falls.

3

Central Kalahari Game Reserve

Fast 40% von Botswana besteht aus Nationalparks und Wildreservaten.

Im Herzen Botswanas erstreckt sich das größte Reservat des Landes, in dem ausgetrocknete Flussbetten und Salzpfannen die Landschaft bestimmen. Mit üppigem Grasland wartet das Deception Valley auf – ein Paradies für Pflanzenfresser wie Springböcke, Elands, Zebras und Elefanten, aber auch für Löwen, Geparden und Wildhunde. Neben Campingplätzen besitzt die Game Reserve zwei Lodges mit klimatisierten Zelten und künstlichen Wasserlöchern, an denen sich die Tiere besonders gut beobachten lassen. Die ortskundigen San-Buschmänner bieten Wanderungen im Park an und wer es actionreich mag, düst mit dem Quad über die Sanddünen der Kalahari.

4

Kgalagadi Transfrontier Nationalpark

Botswana hält drei Weltrekorde - die größten Salzpfannen der Welt, das größte Binnendelta der Welt und die kürzeste Grenze der Welt.

Für Besucher, die es abgeschieden und menschenleer mögen, ist dieser grenzüberschreitende Park im Süden Botswanas perfekt geeignet. Hier erstrecken sich die rot leuchtenden Sanddünen der Kalahari auf einer Fläche so groß wie Baden-Württemberg. In der Regenzeit locken die Flüsse Gnus, Springböcke, Giraffen und die seltenen Oryx-Antilopen an – dicht gefolgt von Leoparden, Geparden, Hyänen und Kalahari-Löwen mit schwarzer Mähne. Während der botswanische Teil des Parks besonders für Selbstfahrer und Camper interessant ist, hält der südafrikanische Teil luxuriöse Lodges bereit, die Safari-Touren anbieten. Ein Highlight sind Pirschfahrten bei Sonnenuntergang, wenn die Löwen Kgalagadis richtig aktiv werden.

Safari Lodges & Camps in Botswana

Die Unterkünfte in Botswanas Schutzgebieten lassen sich grob in Zeltplätze und Lodges unterteilen. Erstere bestehen meist aus Stellplätzen für Fahrzeuge und besitzen sanitäre Anlagen. Alles, was du zum Übernachten benötigst, musst du selbst mitnehmen. Auch sind die wenigsten Zeltplätze umzäunt, sodass Tiere ungestört durch das Camp laufen können. Wer ein echtes Abenteuer sucht, ist mit dieser Option bestens beraten.

Lodges präsentieren sich wesentlich komfortabler. Sie sind umzäunt bzw. auf erhöhten Plattformen gebaut und besitzen luxuriös ausgestattete Zelte. Dazu kommen Strom, warmes Wasser und Annehmlichkeiten wie Restaurants, Pools und Lounge Areas, teilweise sogar Butler und Fahrer, die dich zu den Orten deiner Wahl bringen.

Botswana beheimatet die meisten Elefanten der Welt. Die meisten davon können Sie im Chobe Nationalpark sehen.

Die Kosten

Botswana hat unter Safari-Urlaubern den Ruf, teurer zu sein als die Nachbarländer Namibia und Südafrika. Die Kosten richten sich jedoch nach der Art deiner Safari.

Selbstfahrer, die Lebensmittel und Ausrüstung mitbringen und auf einfachen Zeltplätzen übernachten, sparen in Botswana bares Geld. Die Eintrittspreise für die öffentlich zugänglichen Nationalparks liegen zwischen 10 und 20 Euro am Tag. Ähnlich günstig präsentieren sich die Zeltplätze.

Im nächst höheren Preissegment rangieren geführte Safari-Touren inklusive Unterkunft und Verpflegung. Mit etwa 150 Euro pro Tag und Person solltest du beispielsweise im Chobe-Nationalpark und der Moremi Game Reserve rechnen. Klimatisierte Lodges starten bei 300 Euro und preislich gibt es kaum eine Grenze nach oben. Besonders der Aufenthalt in privaten Konzessionen kann mehrere tausend Euro kosten.