Für Hummus braucht man nicht viel. Vier Zutaten reichen aus: Kichererbsen, Tahina, Knoblauch und Zitrone
Israel | Insights

Woher kommt Hummus?

Authentischer Hummus mit dem Originalrezept aus Tel Aviv

Geschrieben von

Laura Preissert

13.03.2019

Wann und wo wurde Humus entdeckt? Fragen die schwer zu beantworten sind, bei so vielen Kandidaten. Einigkeit besteht nur darin: Hummus schmeckt fantastisch.

Unterschiedlichste Kulturen beanspruchen die "Erfindung des Hummus" für sich. Dieser seit Jahren bestehende Streit darum, wo der Hummus seinen Ursprung hat ist eine durchaus leidenschaftliche Angelegenheit. Klar, denn etwas das so fantastisch schmeckt, will sich als Ursprungland jede dieser Kulturen auf die Fahnen schreiben.

Gehört die Entdeckung von Hummus den Israelis

Kommt Hummus aus Israel?

Hummus herzustellen ist kein Hexenwerk und das Rezept denkbar einfach und übersichtlich: Man benötigt lediglich Kichererbsen, Tahina (eine Paste aus feingemahlenen Sesamkörnern), Knoblauch und Zitrone. Vielleicht liegt das Geheimnis über die Entstehung bei der Hauptzutat den Kichererbsen. Die Hülsenfrucht wird schon seit mehreren tausend Jahren angebaut und wurde schon zur Jungsteinzeit kultiviert. Kichererbsen sind im mittleren Osten etwas ganz Gewöhnliches und es gibt Aufzeichnungen, die zeigen, dass sie in dieser Region schon seit tausenden Jahren gegessen wurden. Tatsächlich stammen erste Vermerke zu etwas das Hummus sehr ähnelt aus Ägypten im 13. Jahrhundert.

Hummus ist uralt. Stammt er aus dem antiken Griechenland?

Ist Hummus etwas Griechisches?

Es besteht kein Zweifel daran: Hummus ist etwas Uraltes. Und wenn wir an antike Völker denken, dann wohl sehr schnell auch an die Griechen. Es gibt allerdings keine präzisen Übertragungen ob der Dip dort früher entstand, als im mittleren Osten, was kaum verwundert, denn damals konnten die meisten Menschen nicht schreiben.

Wichtigste Zutat sind die Kichererbsen. Genau das bedeutet "Hummus" auch auf arabisch.

Ist Hummus also etwas Arabisches?

In der arabischen Welt ist Hummus Grundlage fast aller Gerichte. Egal ob in Syrien, Palästina, dem Libanon oder Ägypten: Hummus steht hier täglich auf der Speisekarte und ist allgegenwärtig. Man könnte aufgrund dieser außerordentlichen Beliebtheit, der sich Hummus hier erfreut, vermuten, dass der Dip aus dem arabischen Raum stammt. Ein weiteres Indiz für den arabischen Ursprung könnte die eigentliche Wortherkunft geben, denn das Wort „hummus“ stammt aus dem arabischen und bedeutet nicht ganz überraschend „Kichererbse“. Allerdings gibt es auch hier keinerlei Beweise für eine eindeutige Herkunft aus der arabischen Welt.

Wo wurde zum ersten Mal aus Kichererbsen Hummus gemacht?

Wem gehört Hummus nun?

Was wir mit Sicherheit sagen können ist, dass der leckere Dip seit seiner Entdeckung in den antiken Metropolen vor tausenden von Jahren auf der Welle des Erfolges reitet und mittlerweile in den Supermärkten auf der gesamten Welt angekommen ist. Dabei ist es überhaupt nicht wichtig woher er kommt, denn jeder liebt ihn und mittlerweile hat er auch die westliche Welt wie im Sturm erobert. Außerdem verbindet der Hummus Menschen aus Gebieten, die sonst, vor allem politisch, so wenig wie möglich miteinander teilen wollen. Sowohl Palästinenser als auch Israelis können sich ein Leben ohne ihn kaum vorstellen und so reicht seine Strahlkraft weit über die Politik und unterschiedliche Nationalitäten hinaus.

Ist es demnach von Bedeutung woher Hummus kommt, solange man ihn zusammen genießen kann?

Unser Original-Rezept für authentischen Hummus aus Tel Aviv

Zutaten: 300 g Kichererbsen aus dem Glas 150 ml kaltes Wasser 2 Knoblauchzehen Saft von 2 Zitrone 1 TL Salz ½ TL gemahlener Kreuzkümmel 100 g Tahina* (Sesampaste)

Zum Servieren: Dünnes Fladenbrot Olivenöl ganze Kichererbsen frische Petersilie

Und so geht´s: Die Kichererbsen waschen und in einen Mixer geben und langsam das kalte Wasser dazugießen. Die Zitrone, den Knoblauch, Salz und Kreuzkümmel zugeben und so lange mixen, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Die Tahina zum Kichererbsenpüree geben und mindestens 1 Minute auf hoher Stufe mixen, bis der Hummus cremig, weiß und fluffig ist.

Ist der Hummus etwas zu dickflüssig geraten, darf noch etwas kaltes Wasser zugefügt werden.

Abschließend mit Olivenöl und Zitrone abschmecken und mit frischen Kräutern und Kichererbsen garnieren. Bon Appétit!