LK.Löwenfelsen
Sri Lanka | Insights

Alle Highlights rund um den Löwenfelsen Sigiriya

Entdecke alle Highlights rund um die alte Königsstätte Sigiriya

Geschrieben von

Anna Maria Eichinger

13.03.2019

Der Löwenfelsen Sirigiya ist eins der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Sri Lanka. Neben einer schönen Wanderung auf den 200m hohen Felsen bietet das UNESCO Weltkulturerbe auch einen Einblick in die Geschichte des Landes: Wandmalereien der sogenannten Wolkenmädchen, Gebetshöhlen sowie Ruinen des ehemaligen Palastes.
Wir zeigen dir, warum sich ein Besuch des bekannten Löwenfelsens lohnt:

Aktuelle Hinweise

Nachdem sich Sri Lanka von den schweren Krisen, wie den Folgen des Tsunamis und des Bürgerkriegs wieder erholt hat, ist Sri Lanka an Ostern 2019 leider wieder schweren Anschlägen zum Opfer gefallen. Das Auswärtige Amt hat demzufolge seine Reisehinweise für das ganze Land verschärft. Weitere Informationen findest du auf der Seite des Auswärtigen Amtes.

Der Inselberg ist definitiv eines der Highlights und schönsten Reiseziele in Sri Lanka. Seine beträchtliche Höhe verdankt der sogenannte Härtlingsrücken seiner geologischen Beschaffenheit. Er besteht aus Gneisen und Granit und ist somit resistenter gegen Verwitterung als das umliegende Gestein. Doch nicht nur die gewaltige Erscheinung des Felsen, eingebettet in einer wunderschönen grünen Landschaft ist beeindruckend, auch der anstrengende Aufstieg lohnt sich: dich erwartet ein grandioser 360-Grad-Blick auf den angrenzenden Nationalpark und das Umland.

Die Geschichte des Löwenfelsen Sigiriya

Doch nicht nur das Aussehen und das Panorama des Sigiriya, der 1982 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde, sind beeindruckend sondern auch sein historischer Hintergrund, der einem Krimi gleichkommt. Bereits im 5. Jahrhundert gewann der Inselberg an Bedeutung. Grund war ein Streit innerhalb der damals regierenden Königsfamilie unter dem Herrscher Dhatusenas, der in Anaradhapura residierte. Sein ältester Sohn war Kasyapa, der aus einer Verbindung mit einer nichtadligen Nebenfrau stammte. Aufgrund seiner niederen Abstammung fürchtete er, nicht zum Thronfolger ernannt zu werden und ließ daher seinen Vater Dhatusenas 473 n. Chr. in Ketten legen und lebendig einmauern. Der eigentliche Thronfolger Mogellana, der aus königlicher Linie stammte, flüchtete rechtzeitig und stelle in Südindien ein Heer auf, um sich die Thronfolge zu erkämpfen. Auch Kasyapa blieb nicht untätig und ließ eine Festung mit beachtlichen Bauten und mehreren Wasserreservoirs auf dem heutigen Löwenfelsen errichten, um sich vor der Rache seines Halbbruders Moggallana zu schützen. Schließlich gelang es Moggallana 18 Jahre später, mithilfe indischer Söldner, Kasyapa zu vertreiben und er verlegte den Herrschaftssitz von Sigiriya zurück nach Anuradhapura.

Wenn du den bekannten Löwenfelsen Sigiriya im Norden Sri Lankas besichtigen möchtest, eignen sich insbesondere die Monate April bis September

Später wurde der Löwenfels ein Rückzugsort für Mönche. Zeugnisse dieser Vergangenheit sind zahlreiche Gebetshöhlen, die bis heute zum Beten genutzt werden. Im 19. Jahrhundert wurde Sigiriya von den Briten wiederentdeckt, die 1895 mit Renovierungen und ersten Ausgrabungen begannen.

Die Wandmalereien der Wolkenmädchen

Zu den Highlights des Löwenfelsen gehört die Wandmalerei der sogenannten Wolkenmädchen, die rund 1500 Jahre alt sind. Von den ehemals 500 Fresken, welche die Felsüberhänge verzieren sind jedoch nur noch 20 Bilder gut erhalten. Bis heute ist nicht geklärt, welche Bedeutung die Wolkenmädchen haben. Möglicherweise sind es halbgöttliche Wesen, sogenannte Asaras, die auch an den Tempeln von Angkor Wat in Kambodscha abgebildet sind und als Geister der Wolken angesehen werden. Deshalb liegt die Vermutung nahe, dass Sigiriya eine Art himmlischer Palast ist. Jedoch ist es Touristen strengstens untersagt die Malereien zu fotografieren.

Nur noch 20 von den ehemals 500 Wandmalereien sind gut erhalten

Die Wanderung auf den Sigiriya und weitere Aktivitäten

Die Wanderung auf den Löwenfelsen lohnt sich allemal. Nach dem Eingang auf der Westseite durchquerst du zuerst die Relikte des ehemaligen Lustgartens. Von hier aus siehst du bereits den Löwenfels und der Weg dorthin führt dich durch eine große Allee. Die Wanderung beginnt direkt unterhalb des Berges und wird manchmal von verspielten Rhesusäffchen begleitet. Über verschiedene Plateaus und unzählige Stufen erreichst du die Spiegelgalerie und dann die Löwenterrasse. Dann setzt du den Aufstieg über die Nordseite fort, über die letzten der insgesamt 1.200 Stufen zählenden Löwentreppe, bis du das Gipfelplateau erreichst, wo du mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt wirst. Der Eingang des ehemaligen Palastes wird von zwei mächtigen Löwenpranken gesäumt, die neben dem Fundament des von Kasyapa erbauten Palastes zu den letzten Zeugnissen der Vergangenheit gehören. Sofern du nicht ganz schwindelfrei bist, wird der Aufstieg auf den Löwenfels eine kleine Herausforderung für dich, die jedoch zu bewältigen ist.

Neben der Wanderung bietet die Region auch weitere interessante Aktivitäten wie zum Beispiel die Beobachtung exotischer Vogelarten oder Elefantenreiten.

Der anstrengende Aufstieg wird mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt

Beste Reisezeit und Vorbereitung für den Aufstieg

Aufgrund des teilweise steilen Aufstiegs und den zahlreichen Sehenswürdigkeiten auf dem Weg, solltest du rund zwei Stunden Zeit für die Wanderung einplanen. Hinzu kommen die hohen Temperaturen, die den Aufstieg beschwerlich machen, da der Löwenfels in der Trockenzone Sri Lankas liegt. Deshalb ist es wichtig, dass du ausreichend Wasser und Verpflegung, zum Beispiel Bananen, mit dir führst. Es lohnt sich außerdem, am frühen Morgen zum Löwenfelsen aufzusteigen. Auf diese Weise entkommst du der brütenden Hitze und den Besucherströmen, da zahlreiche Reisegruppen den Felsen als eines der Highlights Sri Lankas auf dem Programm haben. Beste Reisezeit für diesen Teil Sri Lankas sind die Monate Januar, Februar und März, wobei es in der Zeit von März bis Mitte Mai die wenigsten Regenschauer auf der Insel gibt. In den Monaten Oktober und November ist mit periodischen Windböen zu rechnen.