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Malawi | Insights

Fakten zum Malawisee, dem größten Aquarium der Welt

Der Malawisee – die Karibik in der Savanne Afrikas

Geschrieben von

Anna Maria Eichinger

18.02.2020

Der gigantische Malawisee liegt mitten in der afrikanischen Wüste. Palmengesäumte Sandstrände und kristallklares Wasser mit mehr als tausend farbenprächtigen Fischarten erwarten dich!

Allgemeine Fakten zum Malawisee

Der Malawisee wird auch Nyassasee genannt und gehört zu den Großen Seen im Ostafrikanischen Grabenbruch. Die Anrainerstaaten des mehr als eine Million Jahre alten Malawisees sind Malawi, Tansania und Mosambik. Er verläuft auf einer Länge von rund 580 km fast parallel zum Indischen Ozean und verfügt über eine maximale Breite von 80 km. Die Größe des Malawisees beträgt etwa 29.600 km². Nach dem Victoria- und dem Tangangjikasee ist er der drittgrößte See in Afrika und sogar der neuntgrößte der Erde. Sein extrem klares Wasser ist Lebensraum von ungewöhnlich vielen Fischarten. Die am häufigsten vorkommenden Fischarten im Malawisee sind die diversen Buntbarsche, die sogenannten Malawi Cichliden. Hierzu zählen zum Beispiel Pseudotropheus, Labidochromis und Melanochromis. Das Gewässer, welches durch den Ruhuhu gespeist wird, ist für seinen eindrucksvollen Fischbestand unter Aquaristen auf der ganzen Welt bekannt. Zum Schutz vor Überfischung wurde bereits 1980 der Nationalpark Malawisee gegründet, der seit 1984 auch auf der Liste des UNESCO Weltnaturerbes steht.

Die Größe des Malawisees beträgt etwa 29.600 km².

Malawi Urlaub – der Malawisee als Reiseziel

Trotz der traumhaften Landschaft rund um den Malawisee hat sich die Region bisher noch nicht wirklich zu einem Ziel für den Massentourismus entwickelt. Allerdings gibt es inzwischen am See mehrere Orte mit einer ausgezeichneten touristischen Infrastruktur und attraktiven Hotelanlagen. Die meisten Hotels am Malawisee befinden sich an der wunderschönen Monkey Bay im Mangochi Distrikt und in Senga. Es gibt aber auch zahlreiche kleine, authentische Dörfer mit Malawisee Hotels und Lodges. Außer Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen gehören auch Segeln und Windsurfen zu den beliebtesten Aktivitäten in der Gegend. Die Sichtweite unter Wasser beträgt 20 m und bietet ideale Bedingungen für jeden Taucher. Im nördlichen Teil des Gewässers erstrecken sich die bis zu 2500 m hohen Livingstone Berge, deren Wände zum See hin steil abfallen. Hier herrschen häufig starke Winde und hoher Wellengang, so dass die Ausübung von Wassersport viel Erfahrung erfordert. Der See lockt sowohl Einheimische als auch ausländische Besucher an. Seine Wassertemperatur beträgt an der Oberfläche ganzjährig zwischen 24 und 29 °C und verspricht Badevergnügen pur. Es ist wichtig zu wissen, dass im Malawisee auch Krokodile beheimatet sind, die allerdings ausschließlich in trübem Wasser jagen. Die herrlichen Badebuchten mit ihrem kristallklaren Wasser sind daher für die Schwimmer in dieser Beziehung sehr sicher. Baden im Malawisee mit dieser fantastischen Unterwasserwelt ist mit Sicherheit einer der Höhepunkte einer Reise nach Ostafrika.

Wenn du einen Aufenthalt in der Region planst, solltest du unbedingt auch eine Bootsfahrt unternehmen. Der Trip über den bis zu 700 m tiefen See dauert inklusive Hin- und Rückfahrt mit der kleinen Fähre auf dem Malawisee fünf Tage und bietet Naturerlebnisse, an die du dich lange erinnern wirst. Die Fähre ist für viele Dörfer am Ufer die einzige Verbindung zur Außenwelt und dient zum Transport von Menschen, Tieren und Waren gleichermaßen. Luxus in Bezug auf die Unterbringung darfst du hier allerdings nicht erwarten und obwohl es sich um ein Binnengewässer handelt, muss mit starkem Seegang gerechnet werden. Alternativ werden Touren von unterschiedlicher Dauer mit wesentlich komfortableren Segelbooten und Katamaranen angeboten. Es lohnt sich, auf diese Art eine der Inseln im Malawisee anzufahren, auf denen in den vergangenen Jahren geschmackvolle Lodges Malawisee entstanden sind, die sich für eine kleine Auszeit zwischendurch perfekt eignen.

Rund um den Malawisee bietet sich dir eine traumhafte Landschaft - weit weg vom Massentourismus.

Die fantastische Tierwelt am Malawisee

Die 10 bis 20 m breite Uferzone wird durch einen Untergrund mit faust- bis fußballgroßen Steinen geprägt, welche unzählige Höhlen und Spalten bieten, die ein perfektes Biotop für die hier lebenden Fische darstellen. In dieser Geröllzone kommen alleine 700 bis 800 unterschiedliche Buntbarschspezies vor. Insgesamt gehen Wissenschaftler von mehr als tausend verschiedenen Süßwasserfisch-Arten im Malawisee aus. Dazu kommen noch unzählige Schneckenarten, wie zum Beispiel die Teller-, die Sumpfdeckel-, oder die Kronenschnecken und diverse Krebstiere. Dieses umfangreiche Nahrungsangebot lockt entsprechend viele Wasservögel an, für die der Tisch reichlich gedeckt ist. Ornithologisch interessierte Reisende werden sich bei der Beobachtung von

  • Seeadlern
  • Kormoranen
  • Pelikanen
  • Reihern
  • Riesenfischern und
  • Störchen

wie im Paradies fühlen. Am See leben außerdem Flusspferde, große Warane und See Pythons. Wer in einem Malawisee Hotel Urlaub macht, hat die Möglichkeit, eine extrem vielseitige Natur zu entdecken.

Wer gerne Vögel beobachtet ist am Malawisee genau richtig, denn dort lebt eine Vielzahl von Wasservögeln.

Die beste Malawi Reisezeit

Eine Reise nach Malawi solltest du in die Trockenzeit zwischen Mitte April und Ende November legen. Die angenehmsten Temperaturen herrschen normalerweise von April bis Juli, wenn das Thermometer tagsüber durchschnittlich 23 bis 26 °C zeigt, während es nachts stark abkühlt. Während der europäischen Wintermonate herrscht in Malawi Regenzeit, es ist teilweise unangenehm schwül und viele Straßen sind nicht passierbar. Im Anschluss an die Regenperiode ist allerdings die Landschaft herrlich grün und die afrikanische Natur präsentiert sich in ihrer ganzen Üppigkeit.