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Malediven | Insights

Walking on sunshine: beste Reisezeit für die Malediven

Ein Tag ohne Sonne ist auf den Malediven kaum vorstellbar, begeistert die Inselgruppe doch mit einem Jahresdurchschnitt von 30°C.

Geschrieben von

Alice Baumann

02.10.2018

30 bis 32°C im Jahresdurchschnitt, strahlender Sonnenschein und ein angenehm warmes Meer: Allein das Klima auf den Malediven erklärt, warum die Inselgruppe im Indischen Ozean ein Sehnsuchtsziel für Sonnenanbeter ist. Das tropische Klima sorgt dafür, dass Sie schon zum Frühstück von der Sonne begrüßt werden, tagsüber beste Bedingungen zum Schwimmen, Tauchen oder Sonnenbaden genießen und Ihre Urlaubstage abends in wohlig laue Nächte übergehen.

Bestes Wetter auf den Malediven

Noch toller am Klima auf den Malediven ist, dass es nur zu geringen Temperaturschwankungen kommt. Fast das ganze Jahr über zeigen die Thermometer zwischen 30°C und 33°C an, Ausreißer nach oben wie nach unten kommen nur selten vor. Regenscheue sollten ein bisschen bedenken, dass sich die Inseln der Malediven von Norden nach Süden über fast 900km erstecken. Das führt zu Klimaunterschieden auf den einzelnen Atollen, wobei allgemein gilt, dass die südlichen Atolle etwas regenreicher sind als die im Norden des Landes.

Wassertemperaturen von fast 30C° lassen das Urlauberherz höher schlagen

Die beste Reisezeit für die Malediven

Der ideale Zeitraum für einen Urlaub auf den Inseln fällt praktischerweise in jene Zeit des Jahres, in der Mitteleuropa selten mit freundlichem Wetter gesegnet ist. Zwischen Januar und April herrscht im Land der indische Wintermonsun. Dieser bringt auf den Malediven durchgehend trockenes Wetter mit sich und sorgt für schwache wie angenehme Winde. Bis zu neun Sonnenstunden bieten die perfekte Möglichkeit, fast den ganzen Tag an den Stränden zu verbringen und Wassertemperaturen von bis zu 29°C laden zum Baden und zum Wassersport ein. Regen fällt in dieser Zeit auf den Malediven fast gänzlich aus, nur vereinzelt gibt es kurze Schauer. Die geringen Niederschläge führen auch dazu, dass die Luftfeuchtigkeit deutlich niedriger ist als etwa im Sommer, was gerade für Reisende aus Europa meist sehr angenehm ist. Warm bleiben die Temperaturen auch in der Nacht, wenn auf den Inseln des Landes durchschnittlich immer noch 25°C herrscht. In der Hauptstadt Malé etwa ist statistisch gesehen der September der kühlste Monat des Jahres. Selbst dann ist es in den Nachtstunden aber noch etwa 24°C warm. Am Schlafen muss einen das jedoch nicht hindern, die meisten Hotels auf den Malediven sind auf einem qualitativ hohen Niveau und verfügen über klimatisierte Schlafzimmer.

Das türkisblaue Meer und der feine weiße Strand laden zum Sonnenbaden ein

Last minute in der Nebensaison auf die Malediven

Sorgt der Wintermonsun für besonders schönes Wetter auf den Malediven, bringt der Südwest-Monsun in den Sommermonaten manchmal Gegenteiliges hervor. Zwischen Mai und Oktober ist es zwar ähnlich warm wie zur besten Reisezeit für die Malediven, jedoch regnet es deutlich mehr. Insbesondere ab Juni kommt es durchschnittlich an jedem zweiten Tag des Monats zu Niederschlägen, die sich zum Teil auch über mehrere Tage erstrecken. So verwundert es nicht, dass manche Hotels und Einrichtungen für Urlauber in diesen Monaten schließen. Trotzdem entdecken in letzter Zeit vor allem Last-Minute-Urlauber den Sommer als Reisezeit für die Malediven und Schnäppchenjäger profitieren von den dann niedrigeren Preisen. Da die Regenfälle meist am Abend einsetzen, herrscht auf manchen der maledivischen Inseln tagsüber trotzdem Badewetter und beachtet man bei einer kurzfristigen Buchung die Wettervorhersagen, sind auch zwischen Mai und Oktober echte Traumurlaube an den Stränden möglich. Auch wenn es im Sommer auf den Malediven manchmal stürmisch zugeht, braucht man vor Naturgewalten auf den Inseln keine Angst zu haben. Durch die vorgelagerten Korallenriffe sind die Atolle gut vor Einflüssen von außen geschützt.

Wenn es auf den Malediven regnet, ist der Regen immer von kurzer Dauer

Die ideale Reisezeit für Taucher

Tauchen und Schnorcheln gehören zu den liebsten Beschäftigungen von Urlaubern auf den Malediven. Das glasklare Wasser, die hohen Meerestemperaturen und die farbenfrohen Landschaften unter Wasser sorgen für beste Bedingungen. Die geeignetste Zeit dafür sind ebenfalls die Monate des europäischen Winters. Da die Hauptreisezeit im Januar beginnt, entscheiden sich viele Taucher für die Wochen vor und nach dieser. Insbesondere im November und Dezember sowie im April bevölkern Wassersportler aus allen Teilen der Welt die Inseln. Eine zweite spannende Zeit für Taucher ist der Zeitraum von Juni bis August. Aufgrund der starken Regenfälle sammelt sich im Meer vor den Inseln dann viel Plankton, was unter anderem Walhaie und Mantarochen anlockt, denen Sie auf Ihren Tauchausflügen dann ganz nahe kommen können.

Auch zum Schorcheln eignen sich die Inseln, da das Wasser sehr klar ist

Die besten Bedingungen für Surfer

Professionelle Surfer sind im Frühjahr und Sommer auf den Malediven richtig. Anfänger oder eher ungeübte Wellenreiter werden sich auf den Malediven zur besten Reisezeit ab Februar am wohlsten fühlen. Im Sommer sorgt der Südwest-Monsun für starke Winde und Wellengang, weswegen vor allem geübte Surfer zwischen Mai und August herausfordernde Bedingungen vorfinden. Erfahrene Sportler werden erfreut feststellen, dass die meisten Surfspots vor den Malediven den Reefbreaks zuzurechnen sind. Dabei handelt es sich um Surfspots mit starkem Wellengang, die von technisch versierten Wellenreitern bevorzugt werden. Die Vielzahl an Surfschulen auf den Inseln zeigt aber, dass es auch genug sichere Stellen gibt, an denen Anfänger ihre ersten Versuche auf dem Surfbrett begehen können. Besonders rund um die Atolle im Norden des Landes gibt es einige spektakuläre Spots, die von Wellenreitern aus aller Welt frequentiert werden. Viele davon sind nur per Boot erreichbar, sodass es sich meist lohnt, sich vor Ort bei einem etablierten Anbieter für Surfausflüge zu wenden.

Beim Surfen kann man die Unterwasserwelt beobachten

Auf zu den Giganten des Meeres: die beste Zeit für Wal- und Delfinbeobachtungen

Die Malediven sind für ihre endlosen Strände, ihre Resorts und das prächtige Wetter weltweit bekannt. Weniger verbreitet ist, dass das Meer rund um die Inseln einer der besten Orte der Welt ist, um Haie, Wale und Delfine zu beobachten. Kein Wunder, tummeln sich in den Gewässern des Indischen Ozeans doch über 20 verschiedene Spezies, von kleineren Riffhaien bis zu mächtigen Pott- und Blauwalen. Die beste Reisezeit dafür hängt von der Tierart ab. Zwischen Mai und Oktober nähern sich unzählige Mantarochen und Walhaie den Küsten. Bei Bootstrips zu dieser Zeit besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, die Tiere auch aus der Nähe zu sichten. Von November bis März kommt es zu Wanderungen einiger der größten Meeresbewohner, die zum Teil direkt an den Malediven vorbei führen. Hier sind es unter anderem Pottwale, Blauwale und Schwertwale, denen man begegnen kann. Bei den sanften Giganten ist dies nicht nur vom Boot aus möglich, sondern in manchen Fällen auch im Zuge eines Tauchgangs. Durch die Ausdehnung des Staatsgebietes der Malediven lohnt es sich, sich vorab zu erkundigen, ob in der Nähe des Resorts Ihrer Wahl solche Ausflüge angeboten werden. Manche liegen von den Routen der Wale hunderte Kilometer entfernt, von anderen aus erreicht man die vorbeischwimmenden Tiere schon in wenigen Minuten.

Auf den Malediven kann man Delfine in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten

Was es im Urlaub auf den Malediven noch zu bedenken gilt

Für einen Badeurlaub auf den Malediven gehören einige Utensilien unbedingt in das Reisegepäck. Wichtig ist natürlich ein gutes Sonnenschutzmittel, denn da vor allem am Meer oft eine kühle Brise herrscht, wird oft vergessen, wie intensiv die Sonneneinstrahlung auf den Inseln ist. Unbedingt empfehlenswert ist auch eine Kopfbedeckung, die sich gerade bei einem längeren Aufenthalt am Strand bewehrt. Auch Strandschuhe sind lohnenswert. Zwar bestehen die meisten Küstenabschnitte auf den Malediven aus feinem Sand, betritt man aber das Meer, sollte man sich angesichts des oft spitzen Untergrunds schützen. Zu bedenken ist auch, dass die Malediven ein muslimisch geprägtes Land sind, in denen mancherorts strenge Sitten herrschen. Man sollte als Urlauber also auf jeden Fall etwas zum Überziehen dabei haben, vor allem in den Restaurants und den Strandcafés wird oft stadttaugliche Kleidung verlangt. Zwar ist das auf den reinen Urlauberinseln weniger streng geregelt als auf den sogenannten Local Islands, also den Inseln die dauerhaft von Einheimischen bewohnt werden, trotzdem sollten die Landessitten im Urlaub auf den Malediven auch in den Gästeresorts beachtet werden.