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Marokko | Insights

Wetterguide Marokko

Frühling und Herbst ist die Zeit für Marokko

Geschrieben von

Michaela Weiß

Vor allem für Ausflüge in die Natur sind die milden Temperaturen im Frühling und Herbst ideal, um Marokko bei perfektem Wetter zu entdecken.

Egal, ob du dem trüben Herbst in Deutschland entfliehen oder einen vorgezogenen Frühling in Nordafrika erleben möchtest – das Wetter in Marokko begeistert in der Nebensaison mit angenehmen Temperaturen. Ein weiterer Vorteil: wenig Trubel in den orientalischen Altstädten von Marrakesch, Fès und Meknès. Du genießt deutlich mehr Platz auf den Märkten und kannst dir in aller Ruhe das traditionelle Handwerk der Araber und Berber ansehen.

Im Frühling nach Marokko: angenehmes Klima genießen

Vor allem abseits der Küsten lohnt sich eine Reise nach Marokko im Frühjahr. Die Wüsten geben dann deutlich weniger Hitze ab und in den Städten schlenderst du bei etwas angenehmeren Temperaturen durch die engen Gassen. In Marrakesch gehst du in den Frühjahrstagen z.B. der größten Hitze des Sommers mit Top-Werten von 36°C aus dem Weg. Von März bis Ende Mai muss lediglich mit Temperaturen zwischen maximal 22°C und 28°C gerechnet werden. Nachts sinkt das Quecksilber bisweilen auf etwa 10°C, weswegen ein dicker Pullover wie die Berber ihn tragen, empfehlenswert ist. Die traditionelle Strickware kannst du bei einem Ausflug in das Atlasgebirge in einem der typisch nordafrikanischen Dörfer kaufen. Überhaupt ist die Bergregion im Frühling sehr reizvoll. Durch die Regenfälle des Winters führen viele Wadis Wasser und sorgen dafür, dass rund um die Flussläufe alles blüht und gedeiht.

Im Frühjahr kann man bei etwas angenehmeren Temperaturen durch die Gassen schlendern

Die Herbsttage in Marokko: das Wetter im November und Dezember

Mit einem Blick auf die Klimatabelle für Marokko wird der Herbst jedem Liebhaber milder Werte ins Auge fallen. Vor allem im November und Dezember ist das Wetter in Marokko ideal, um Ausflüge zu unternehmen und den kühlen Temperaturen in Deutschland zu trotzen. Noch im September und Oktober zeigt das Quecksilber bis zu 32°C und 27°C an. Im November sinken die Werte dann abrupt ab und es kann nur noch mit 21°C am Tag gerechnet werden. Gut vorbereitet und mit passender Kleidung ausgestattet, ist dieser Zeitraum perfekt für Aktivitäten an Land – Reittouren, Fahrradausflüge oder Wanderungen sind im Herbst besonders beliebt. Viele Reisende zieht es im November und Dezember nach Marrakesch oder über den Atlas hinweg nach Ouarzazate. Die Region ist perfekt für Entdeckungstouren, erreicht man hier schließlich sowohl das Atlasgebirge als auch die Sahara innerhalb weniger Autostunden. Während die Sonne weniger stark scheint, kannst du z.B. wunderbar Trips mit dem Kamel zu den mächtigen Dünen von Zagora unternehmen. An der Küste ist das Klima in Marokko deutlich kühler – die Brisen des Atlantiks sorgen immer wieder für Erfrischung. In Rabat, Casablanca oder Essaouira lohnt es sich, im Herbst in einem der strandnahen Cafés zu sitzen und einfach nur bei einem Gläschen aromatischen Pfefferminztees den mächtigen Atlantik zu beobachten.

Viele Reisende zieht es im November und Dezember nach Marrakesch

Aktivitäten im Frühjahr und Herbst

Frühling und Herbst sind in Marokko nicht die klassischen Reisezeiten für Badegäste. Dafür sind die Winde an der Küste von Agadir und Essaouira gerade im April und Mai ideal, um mit dem Surfbrett die Wellen zu erobern. Im Anschluss an den Sport gönnt man sich in den Garküchen leckeren Couscous oder einen Seeigel, die Spezialität am marokkanischen Atlantik. Die Hotels sind in der Nebensaison kaum ausgebucht. Du genießt also viel Freiraum und kannst die Seele nach Herzenslust baumeln lassen.

Spannend sind im Frühjahr und Herbst außerdem Besuche in den Königsstädten Fès, Meknès, Marrakesch und Rabat. In Marrakesch kannst du die historische Schlossanlage besuchen und im November und Dezember kannst du die hier überwinternden Störche beobachten. Die Tiere wissen ganz genau, wo und wie man am besten die Wintertage verbringt. Spannung pur garantieren darüber hinaus Reisen in die Berge. Der Atlas fasziniert mit seinen schroffen Canyons und den abgeschiedenen Bergdörfern. Im Rif, einem Gebirgszug im Norden des Landes, sind es die vielen kleinen Backpacker- und Hippie-Dörfer, die große Anziehungskraft ausstrahlen. Speziell Chefchaouen ist mit seinen blaugetünchten Häuserfassaden eine Attraktion. In den Suqs kannst du dir auch in der Nebensaison tolle Andenken wie hausgemachten Ziegenkäse, edle Tücher und Keramikkunst kaufen.

Besuche im Frühjahr und Herbst beispielsweise die Königsstadt Fés