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Sri Lanka | Insights

Wandern in Sri Lanka - die 5 schönsten Routen

Wunderschöne Wanderungen in Sri Lanka

Geschrieben von

Rebecca Hesse

09.01.2019

Ob nun der berühmte Sigaria Felsen, Adam's Peak oder der Horton Plains Nationalpark - Sri Lanka bietet eine ganze Reihe an pittoresken Wanderungen für jedes Fitness-Level. Wir zeigen dir hier die abwechslungsreichsten und tollsten Routen, die du auf Sri Lanka finden kannst.

Sri Lanka, die Insel im indischen Ozean, lässt viele Urlauberherzen höher schlagen. Ob Entspannung, Abenteuer, Sport oder Kultur - hier ist einfach für jeden etwas dabei. Das Wandern zum Beispiel ist längst nicht mehr nur des Müller's Lust. Es gehört mit zu den beliebtesten Aktionen im Urlaub - vom faulen Strandurlaub einmal abgesehen. In Sri Lanka gibt es jedoch nicht nur zauberhafte Strände, sondern auch wunderschöne Routen, die dich zwar manchmal vor Herausforderungen stellen, aber immer ein Erlebnis sind. Neben Teeplantagen, Wasserfällen, Bergen, Seen und tropischen Regenwäldern leben hier auch zahlreiche Tierarten, die dir beim Wandern in Sri Lanka immer wieder begegnen und jede Tour zu einem echten Erlebnis machen.

Adams Peak

Die Wanderroute rund um den Adams Peak gilt als sehr spirituell. Einheimische Pilger nutzen diese Wanderroute, ganz gleich, welcher Religion sie angehören. Und für Touristen ist sie eine kleine Sensation. Ganz oben auf den Gipfel findet sich - so sagt man - der Fußabdruck Buddhas. Aus diesem Grund trifft man viele Buddhisten auf dieser Wanderroute. Allerdings ist die Zeit, in der man den heiligen Gipfel tatsächlich besteigen kann, begrenzt, da Monsunregen und gefährliche Winde den Aufstieg den größten Teil des Jahres unmöglich machen. Du kannst den Adams Peak ab dem ersten Vollmond im Dezember bis zum letzten Vollmond im Mai besteigen. Wenn du dieses Wagnis eingehst, trennen dich ganze 5.200 Stufen vom Gipfel. Oben angekommen, erwarten dich Räucherstäbchen und Kerzen sowie viele Betende. Und natürlich erwartet dich dort oben ein unvergessliches Naturerlebnis. Immerhin befindest du dich auf 2.243 Metern Höhe. Schaffst du den Aufstieg zum Sonnenaufgang hin, siehst du, wie der Gipfel seinen pyramidenförmigen Schatten auf das umliegende Land wirft. Zusätzlich schaust du auf eine einzigartige Wolkenlandschaft hinab. Der Aufstieg auf den Adams Peak gehört garantiert zu den unvergesslichsten Wanderungen, die man je machen wird.

Die wichtigsten Eckdaten:

  • 2.243 m hoch
  • 5.200 Stufen
  • mittlerer Schwierigkeitsgrad
  • mit oder ohne Führung
  • Buddhas Fußabdruck auf dem Gipfel
  • als Besonderheit: Spiritualität garantiert
Die Wanderung auf den Little Adams Peak ist auch für Familien geeignet.

Horton Plain's Nationalpark

Der Horton Plain's Nationalpark ist für jeden Wanderfreund eine gute Wahl, da er zahlreiche Routen mit ganz unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden hat. Selbst ein gemütlicher Spaziergang ist hier ohne Weiteres drin. Neben einer besonders grünen Vegetation erfreut der Nationalpark das Auge auch durch brausende Flüsse, zauberhafte Wasserfälle und mystische Moosgebiete. Hin und wieder werden die Wanderer von den verschiedensten Tieren ein kleines Stück begleitet. Der Horton Plain's Nationalpark hat zudem ein besonderes Highlight zu bieten. Dort gibt es eine Klippe, die eine Aussicht rund 825 Meter in die Tiefe ermöglicht. Sie heißt World's End und genauso fühlt man sich dort auch. Wie schon beim Adams Peak lohnt sich ein Aufstieg zur Klippe besonders zu Sonnenaufgang, da man so noch den morgendlichen Nebel sieht, der diesen Teil des Parks in etwas ganz besonders Mystisches verwandelt. Dieser Anblick ist unvergleichlich und wird noch von dem Blick in den von Wolken verhangenen Abgrund getoppt. Ansonsten bliebe noch der Kirigalpota zu erwähnen. Das ist der zweitgrößte Berg der Insel und seine Besteigung hat einen etwas höheren Schwierigkeitsgrad als der übliche Rundwanderweg. Dafür ist die Aussicht von dort oben aber auch unvergleichlich schön und sollte unbedingt mit der Kamera festgehalten werden.

Die wichtigsten Eckdaten:

  • 2.219 m hoch
  • leichter bis mittlerer Schwierigkeitsgrad
  • mit oder ohne Führung
  • Baker's Falls
  • Worlds End
  • Kirigalpota
  • als Besonderheit: Mystik bei Sonnenaufgang
Im Horton Plain's Nationalpark findest du tolle Wasserfälle, mystische Moosgebiete sowie die Klippe World's End, welche eine sagenhafte Aussicht in die Tiefe garantiert.

Knuckles Gebirge

Dieses Gebirge - auch Dumbara genannt - liegt nord-östlich von Kandy und ist ein UNESCO Weltnaturerbe. Die Wanderroute, die durch dieses Gebirge führt, lässt keine Wünsche offen. Eine Kamera sollte unbedingt mit von der Partie sein, damit man später zuhause eine kleine Ahnung von den Naturgewalten hat, die einem unterwegs begegnet sind. Neben großen Stauseen führt der Weg auch an beeindruckenden Wasserfällen vorbei. Zusätzlich kreuzt man riesige Teeplantagen, eine Besonderheit, die man nicht jeden Tag besichtigen kann. Und natürlich fehlen auch bei dieser Wanderroute die Wildtiere Sri Lankas nicht. Wer ganz viel Glück hat, kann wildlebende Leoparden sehen, aber das ist wohl nicht für jeden das richtige. Wenn du dich auf die Wanderung durch das Knuckles Gebirge machst, solltest du deine Badesachen nicht vergessen. Du kannst nämlich im Becken des Wasserfalls baden und das gehört wohl auch zu den schönsten Erlebnissen auf dieser Wanderung. Je nach Ausdauer musst du mit zwei Tagen für das komplette Gebiet rechnen. Es gibt aber Schutzhütten am Berg, in denen man übernachten kann. Diese sind natürlich sehr einfach gehalten und sorgen so für ein besonders abenteuerliches Erleben. Kürzere Routen sind aber auch möglich. Je nach Ausgangslage lassen sich zahlreiche Wunschrouten zusammenstellen.

Die wichtigsten Eckdaten:

  • 1.863 m hoch
  • leichter bis mittlerer Schwierigkeitsgrad
  • mit oder ohne Führung
  • beeindruckende Flora und Fauna
  • Wasserfall
  • Stauseen
  • Teeplantagen
  • als Besonderheit: wildlebende Leoparden
Badesachen nicht vergessen! Bei der Wanderung durch das Knuckles Gebirge hast du die Möglichkeit im Becken des Wasserfalls zu baden.

Ella Rock

Wer in Sri Lanka wandern will, sollte auch in Ella Station machen. Von dort aus erreicht man tolle Wanderziele, wie zum Beispiel den Ella Rock. Etwas gewöhnungsbedürftig dürfte für uns Europäer der Beginn des Weges sein. Er führt nämlich über Schienen, so dass man hin und wieder an die Seite treten muss, um einen Zug vorbei fahren zu lassen. Da Schienen aber von den Einheimischen oft wie eine Straße benutzt werden, fahren die Zugführer vorsichtig und hupen immerzu. Danach geht man über eine alte Brücke, von der aus man ins Tal sieht. Ein wundervoller Ausblick. Der Ella Rock befindet sich ganz oben auf dem Berg und man wandert durch Felder, an einem Wasserfall vorbei und durch üppige Vegetation hinauf. Oben angekommen ist der Blick wirklich atemberaubend schön. Ein bisschen ist hier der Tourismus schon angekommen, denn oben kann man sogar Tee und Bananen kaufen. Dennoch schmälert das keinesfalls die Atmosphäre. Der Ausblick entschädigt für alle Strapazen der Wanderung und ein wenig anstrengend ist die Wanderung besonders auf den letzten paar Metern schon, da es hier nämlich besonders steil bergauf geht.

Die wichtigsten Eckdaten:

  • 1.332 m hoch
  • mittlerer bis schwieriger Schwierigkeitsgrad
  • ohne Führung
  • üppige Vegetation
  • Wasserfall
  • Brücken
  • Schienenweg
  • als Besonderheit: Tee und Bananen auf dem Gipfel zum Kauf
Ein etwas anderer Wanderweg: Der Weg zum Ella Rock führt zu Beginn über Schienen.

Nine Arches Bridge

Beim Wandern in Sri Lanka sollte die Nine Arches Bridge nicht fehlen. Auch diese Wanderroute lässt sich von Ella aus starten. Hier muss man jedoch nicht zwingend über Schienen gehen, sondern kann auch den Weg durch die Teeplantagen nehmen. Belohnt wird man von einer wundervollen Aussicht auf die Berge, die es so traumhaft wohl nirgends gibt. Der Weg führt durch einen Wald, der allerlei Wildtiere beherbergt. Nach einer anständigen Wanderzeit sieht man die Nine Arches Bridge plötzlich auftauchen. Die massive Steinbrücke steht auf neun Brückenpfeilern und zieht auch Einheimische regelmäßig an. Wenn du dort bist, solltest du ein wenig warten, da es ein unvergleichliches Erlebnis ist, den Zug dort lang fahren zu sehen. Wer bei der Nine Arches Bridge angekommen ist, wird dort nie allein sein, da sie eine große Anziehungskraft ausübt. Die neun Bögen sind wunderschön. Die Strecke an sich ist nur mäßig anstrengend, hat aber zahlreiche optische Highlights zu bieten. Man sollte nur darauf achten, rechtzeitig den Rückweg anzutreten, da es sonst wirklich sehr dunkel im Wald werden kann.

Die wichtigsten Eckdaten:

  • 24 m hohe Brücke
  • Strecke: ca. 5 km
  • leichter Schwierigkeitsgrad
  • Teeplantagen
  • Waldroute
  • beeindruckende Flora und Fauna
  • als Besonderheit: Zugschauspiel
Fototipp: Warte bei der Nine Arches Bridge ein wenig, bis ein Zug vorbeifährt. Es ist ein wunderschönes Bild.

Fazit

Es gibt zahlreiche wundervolle Routen zum Wandern in Sri Lanka, die keine Wünsche offen lassen. Vom gemütlichen Spaziergängertypen bis hin zum Hardcorewanderer hat Sri Lanka viel zu bieten. Die Kamera darf nie fehlen, da es wirklich traumhafte Ansichten zu bestaunen gibt. Neben der üppigen Vegetation, der Artenvielfalt und den zahlreichen Wasserfällen lässt sich auch immer die ein oder andere Überraschung festhalten. Wer ganz viel Glück hat, kann sogar die seltenen Leoparden in freier Wildbahn sehen. Hinzu kommt, dass die Einwohner wirklich sehr nett und hilfsbereit sind. Wenn du dich mal verlaufen solltest, wirst du immer jemanden finden, der dich wieder auf den richtigen Weg bringt. Ganz gleich, für welche Wanderroute du dich entscheidest, du wirst zahlreiche Entdeckungen machen, die du nirgendwo anders sehen wirst. Wandern in Sri Lanka ist immer ein ganz besonderes Erlebnis und wer einmal hierher kommt, kommt immer wieder.

Aktuelle Hinweise

Nachdem sich Sri Lanka von den schweren Krisen, wie den Folgen des Tsunamis und des Bürgerkriegs wieder erholt hat, ist Sri Lanka an Ostern 2019 leider wieder schweren Anschlägen zum Opfer gefallen. Das Auswärtige Amt hat demzufolge seine Reisehinweise für das ganze Land verschärft. Weitere Informationen findest du auf der Seite des Auswärtigen Amtes.