Sansibar
Tansania | Insights

Different shades of Sansibar

Unvergessliche Sehenswürdigkeiten auf der Insel Sansibar

Geschrieben von

Anna Maria Eichinger

20.11.2018

Kreideweiße Sandstrände, Palmen, die sich im Wind wiegen und eine 85 Kilometer lange Küste wie im Bilderbuch – willkommen auf Sansibar. Nicht umsonst wird die Insel vor Tansania oft als die schönste tropische Insel der Welt bezeichnet.

Die oft als mystisch bezeichnete Insel besteht eigentlich aus zwei Inseln, Pemba und Unguja. Die Hauptstadt des halbautonomen Teilstaates ist Zanzibar City. Hier kann man an weißen Stränden entspannen, den historischen Stadtteil Stone Town erforschen, Gewürze und exotische Früchte kosten sowie auf dem Wasser mit einer traditionellen Dhow die Weite des Meeres spüren.

Stone Town in der Hauptstadt von oben

Unabhängigkeit Sansibars

1890 haben die Briten entdeckt wie paradiesisch die Insel ist und eine ihrer Kolonien auf Sansibar angesiedelt. 73 Jahre später wurde Sansibar unabhängig und schloss sich danach mit Tansania zusammen. Auf einer Fläche von 2654 km² sind heute Träumen keine Grenzen gesetzt. Die Inseln Unguja, Pempa sowie die Nebeninseln und die kleine Latham Insel bilden gemeinsam das Sansibar-Archipel. Hier gibt es eine Menge Sehenswürdigkeiten, die Besucher zum Staunen bringen.

Die Briten entdeckten schnell, dass Sansibar ein echtes Paradies ist

Wann und wie anreisen?

Für eine Reise nach Sansibar eignet sich besonder der Zeitraum zwischen Dezember und Februar sowie Juni und Oktober. Am beliebtesten sind die Monate Januar und Februar, in dieser Zeit entfliehen viele Besucher dem europäischen Winter und tanken auf der Insel Sonne. Auch in der kleinen Regenzeit von September bis November kann Sansibar wunderschön sein. Wenn es regnet, dann meistens nur kurz und nicht mehrere Tage hintereinander. Die Temperatur liegt zu dieser Zeit immernoch bei ungefähr 30 Grad Celsius, sodass es trotzdem warm genug ist, um zu baden.

Von Deutschland erreicht man Sansibar über den Zanzibar International Airport. Die direkte Flugzeit liegt zwischen 9 und 11 Stunden, je nachdem, ob du noch einen Zwischenstopp in Mombasa machst.

Der Flughafen liegt ganz in der Nähe von Sansibar-Stadt und ist der perfekte Ausgangspunkt für eine Entdeckungsreise verknüpft mit der Möglichkeit auf unglaubliche Entspannung. Auch gibt es dort Verbindungen zur Nachbarinsel Pemba und Asien. Die einfachste Forn der Fortbewegung auf der Insel sind die lokalen Busse, "Dalla Dalla" genannt. Reisende bevorzugen meist Taxianbieter oder private Fahrer, um sich auf Sansibar fortzubewegen.

Die Straßen von Sansibar sind echte Kunstwerke

Zauberhafte Unterkünfte auf Sansibar

Für den Aufenthalt auf Sansibar gibt es vielfältige Übernachtungsmöglichkeiten. Besucher haben die Wahl zwischen luxuriösen Hotels, Lodges, Bungalows oder Apartements – der Auswahl sind keine Grenzen gesetzt. Die Ausstattung der Unterkünfte unterscheidet sich von sehr luxuriös und hochklassig bis einfach und traditionell. Ein weiterer Preisfaktor ist die Lage der Unterkunft - ob direkt am Strand, in Küstennähe oder in der Stadt. Wer möchte kann von seinem Zimmer das kristallklare Wasser bestaunen oder die Stadt bei Nacht funkeln sehen.

Diese Hotels sind besonders zu empfehlen:

Das Luxushotel Essque Zalu Zanzibar verzaubert seine Gäste

Sunshine Hotel Zanzibar €

Das Sunshine Hotel ist ein Strandhotel mit 15 Zimmern in Matemwe an der Nordostküste von Sansibar. Umweltfreundlich, stilvoll und gemütlich, sorgfältig von professionellen Designern entworfen, schafft es ein einzigartiges Chill-Out-Ambiente. Direkt am unberührten, weißen Sandstrand gelegen, der von Palmen gesäumt und von warmem, türkisfarbenem Wasser des Indischen Ozeans umspült wird, ist es ein perfektes Ziel für eine Auszeit vom Alltag.

Ab ca. 100 € pro Nacht

Boutique Hotel Matlai €€

Das Boutique Hotel Matlai ist eine einzigartige, außergewöhnliche Strandvilla in Michamwi an der Südostküste von Sansibar umgeben von einem üppigen Garten. Lass dich an einem der besten Strände Sansibars unter tropischen Palmen mit authentischer Swahili-Küche verwöhnen und genieße die Ruhe abseits der Hektik des modernen Lebens. Das Boutique Hotel Matlai bietet 4 luxuriöse Zimmer mit Blick auf den Ozean, die alle individuell gestaltet und mit Möbeln von lokalen Handwerkern eingerichtet sind.

Ab ca. 350 € pro Nacht

Mit diesem Ausblick möchte man doch am liebsten jeden Tag aufwachen?

Zuri Zanzibar €€€

Das Hotel Zuri Zanzibar bietet einige der besten Angebote des Archipels, einen 300 m langen, unberührten Privatstrand und einen üppigen Gewürzgarten. Dank der Westlage der Unterkunft am nördlichen Rand der Hauptinsel Unguja genießen Sie die wunderschönen afrikanischen Sonnenuntergänge der Region.

Ab ca. 520 € pro Nacht

Zanzibar White Sand Luxury Villas & Spa €€€

Das Boutique-Öko-Luxusresort liegt direkt am unberührten Sandstrand von Paje auf Sansibar. Es umfasst 11 Luxusvillen (je 1500 m² Grundstück, Butlerservice, Innen- und Außenbäder sowie ein separates Wohnzimmer) mit Schwerpunkt auf Privatsphäre, Raum und Gelassenheit. Das Resort umfasst auch 3 Zimtzimmer.

Zu den Annehmlichkeiten zählen ein Restaurant, Bars, ein Spa, ein Kinderspielplatz und ein luxuriöses Kitesurf-Center. Das Zanzibar White Sand Luxury Villas & Spa ist in Familienbesitz und wird von einem leidenschaftlichen Team geführt, das authentische, großzügige und einzigartige Erlebnisse mit persönlicher Note verspricht.

Ab ca. 400 € pro Nacht

Im Boutique Hotel Matlai fühlst du dich königlich im Badeparadies.

Gewürzplantagen: Wo der Pfeffer wächst

Nicht umsonst heisst Sansibar auch „Gewürzinsel“, die kostbaren Exportgüter haben die Insel weltweit berühmt gemacht. Bereits zu Kolonialzeiten galten die Gewürze als ein kostbares Handelsgut und bereiteten den Menschen, unter anderem in Europa, exotische Gaumenfreuden. Auf Sansibar gibt es heute noch zahlreiche Gewürzfarmen auf denen Vanille, Pfeffer, Nelken, Zitronengras oder Muskatnüsse angebaut werden. Es empfiehlt sich auf einer Gewürztour (Spice Tour)in das Reich der Gewürze einzutauchen. Nach einem Besuch der Plantagen besteht die Möglichkeite sich mit den exotischen Gewürzen einzudecken.

Die Samen der Achschoten vom Urucum-Baum werden als Lippenstiftfarbe benutzt

Stone Town - das geheime Labyrinth

Ein Besuch in Stone Town in der Hauptstadt Sansibars lohnt sich allemal. Das Viertel erwartet Besucher mit allerlei Magie, nicht umsonst steht es seit dem Jahr 2.000 auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerben. Die Altstadt imponiert mit ihren historischen Bauten mit verschnörkelten Balkonen und antiken Möbeln und den verwinkelten Gassen. Besonders bekannt ist Stone Town für die wundervollen, orignal erhaltenen Türen. Überall sieht man auch arabische Einflüsse in der Architektur.

In der Altstadt taucht man in eine längst vergessene Zeit ein. Früher wurden hier Sklaven auf dem Markt verkauft und durch Sklavenhandel, Elfenbeinverkauf sowie den Export von Nelken wurde Sansibar zu einer reichen Insel. Heute verwandelt sich die Flaniermeile Stone Towns am Abend in ein Freiluftrestaurant mit kleinen Gar- und Grillküchen. Fangrischer Fisch und lokale Spezialitäten werden angeboten. Beliebt ist auch der Zuckerrohrsaft, der vor den Augen der Besucher frisch gepresst wird.

Wunderschöne, original erhaltenen Türen finden sich überall in Stone Town
Viele Häuser in der Altstadt bestechen durch ihr Aussehen

Die Seele baumeln lassen am Kendwa Beach

Nachdem man die Kultur der Swahili sowie das Leben der Inselbewohner unverfälscht wahrgenommen hat, bietet es sich an, einen Abstecher zum Strand zu machen. Wer etwas Erholung vom Abenteuer sucht, ist beim Sonnenbaden und Planschen im Meer an der Nordküste goldrichtig.

Der kleine Ort Kendwa ist ein echter Geheimtipp. Kendwa ist mit dem Bus, Taxi oder Mietwagen zu erreichen. Von Nungwi Beach North kann man auch zu Fuß zum Strand laufen. Der weiße Strand lädt zu langen Spaziergängen, zum Baden oder einfach zum Relaxen ein. Die Gezeiten sind hier nicht so stark ausgeprägt, wie beispielsweise an der Westküste, sodass man den ganzen Tag baden kann. Grüne Palmen rahmen den paradiesischen Strand ein und bei windigem Wetter kann man hier sogar Kitesurfen. Auch Angelausflüge, Schnorcheltouren oder sogar Delfintouren sind möglich.

Nette Cafes und Restaurants bieten kleine Happen und Getränke an, abends verwandelt sich der Strand zur Partylocation. Teilweise kann man auch Einheimische beim Muschelnsammeln, Fischen oder Seegras Anbauen beobachten und eine freundliche Unterhaltung mit ihnen führen. Lehnen Sie sich in einer Hängematte zurück und lassen Sie die Eindrücke bei einer frischen Kokosnuss auf sich wirken.

Der Kendwa Beach ist für seine verschiedenen Blautöne bekannt