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Sambia | Insights

Safari in Sambia

Sambias Nationalparks und Safari im Kafue Nationalpark

Geschrieben von

Michaela Weiß

16.03.2020

Sambias Natur entfaltet sich in den vielen Nationalparks, welche eine Heimat für seltene und exotische Tierarten bieten. Erleben lässt sich dies u. a. auf einer Sambia Safari im Kafue Nationalpark.

Beste Reisezeit: Wann solltest du nach Sambia reisen?

Grob lässt sich das Klima in Sambia in 3 Jahresabschnitte einteilen. Von Dezember bis April herrscht eine tendenziell schwüle und regenreiche Zeit, bei der typischerweise Temperaturen von über 30 Grad zu erwarten sind. Ab Mai bis September kühlt sich das Wetter ab, Temperaturen zwischen 15 und 27 Grad sind zu erwarten. In der Nacht kann es sich gar bis auf 4 Grad abkühlen. Auf diese kältere Trockenzeit folgt schließlich eine heißere Trockenzeit zwischen Oktober und November. Die Temperaturen rangieren hier zwischen 24 und über 30 Grad. Im Oktober gar können sich die Temperaturen an die 40 Grad annähern. Möchtest du nach Sambia reisen, ist die Regenzeit von Dezember bis April weniger zu empfehlen. Als beste Reisezeit gilt stattdessen der Jahresabschnitt von Frühsommer bis in den November hinein. Gehören die Victoria Falls zu deinen bevorzugten Reisezielen, solltest du eine Reise zwischen Juni und September anpeilen, wenn sie sich aufgrund des gehobenen Pegels des Flusses Sambesi am prächtigsten präsentieren.

Sambia besitzt Grenzen zu 8 Ländern. Der Name wird vom Fluss Sambesi abgeleitet, welcher der viertlängste in Afrika ist.

Die 6 besten Nationalparks & Game Reserves in Sambia

Im östlichen Sambia liegt der South Luangwa National Park. Auf den etwa 9.050 km² des Parks leben etwa 60 verschiedene Säugetierarten und über 400 Vogelarten. Zuhause sind hier Löwen, Flusspferde, Giraffen, Elefanten und Büffel. Namensgebend für den Nationalpark ist das hier liegende Flussbett des Stromes Luangwa.

Mit etwa 390 km² präsentiert sich der Kasanka National Park deutlich kleiner, er gilt gar als einer der kleinsten Nationalparks in Sambia. Einst von Wilderei geprägt, lassen sich hier heute Tierarten wie die Sitatunga-Antilope, Riedböcke, Elefanten und über 300 Vogelarten wie der exotische Schuhschnabel-Storch entdecken. Seine Gründung reicht bis in das Jahr 1971 zurück. Wie der South Luangwa National Park liegt er im Osten des Landes.

Im südlichen Zentrum des Landes lässt sich der Lower Zambezi National Park entdecken, der seit 1983 existiert. Hier fühlen sich die bekanntesten der afrikanischen Wildtiere wohl. Ob Büffel, Elefant, Löwe, Gepard, Nilkrokodil oder Flusspferd. Etwa 4.090 km² misst das Parkgebiet, das ähnlich wie der South Luangwa National Park über eine hohe Tierpopulation verfügt.

Flüsse und Seen prägen die Landschaft von Sambia.

Etwas anders präsentieren sich die Bangwelu Wetlands, die, wie der Name bereits andeutet, von extensiven Feuchtgebieten geprägt sind. Das riesige Bassin im Nordwesten Sambias gilt als Zusammenfluss von über 17 Flüssen. Der Name Bangwelu bedeutet so viel wie „Wo das Wasser dem Himmel begegnet“. Mit über 600 Vogelarten zeigt sich hier eine einmalige Biodiversität, die in Safaris und Bootstouren bestaunt werden kann.

Zwischen dem South Luangwa und dem North Luangwa National Park liegt der Luambe National Park, der mit 300 km² zu den kleinsten Parks der Region gehört. Wie im Fall der beiden oben genannten Parks bildet das Herz des Parks das Flussbett des Luangwa River. Ein besonderes Habitat für Tiere bilden die Lagunen und Mopanebaumwälder. Allerdings gab es auch hier wie bei einigen späteren Nationalparks in der Vergangenheit Probleme mit Wilderei.

Zu dieser Liste gehört nicht zuletzt der Kafue Nationalpark.

Etwa 40 % Sambias sind mit Wald bedeckt. Daneben herrschen Savannen vor.

Der Kafue Nationalpark – Infos und Arten von Safaris

Gigantische 22.400 km² misst der Kafue Nationalpark, der im Südwesten Sambias gelegen ist. Damit ist er der größte Nationalpark des afrikanischen Landes. Mit seiner Gründung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gilt er zugleich als ältester Park dieser Art in der Region. Seinen Namen verdankt der Park dem örtlichen 1600 km langen Fluss Kafue, der in den Sambesi mündet. Hier leben wilde Säugetiere wie Löwen, Geparden, Leoparden, aber auch Nilpferde und Impalas. Dazu gesellen sich etwa 500 Vogelarten – darunter Kraniche, Geier und Adler. Wie viele der Nationalparks ist auch der Kafue von Wilderei nicht gefeit, doch gerade in den vergangenen Jahren hat sich der Park bei Touristen für Safaris und geführte Bushwalks empfohlen.

Wer eine Sambia Safari im Kafue unternehmen möchte, hat mehrere Möglichkeiten. Im Park werden sowohl klassische Safaris, Bushwalks, aber auch Vogelbeobachtungstouren und Bootsfahrten angeboten. So gibt es Bootsfahrten zur Beobachtung von Flusspferden, auch werden Wild-Beobachtungsfahrten bis in die Dunkelheit angeboten. Wer den Kafue Nationalpark in seiner Gänze erleben möchte, sollte sich vor Ort gleich mehrere Tage eine Lodge zur Übernachtung buchen. Einige dieser Lodges bieten eigene, professionell geführte Safaris an.

Die Tierwelt Sambias zählt zu den artenreichsten in Afrika und ist vielfältiger als die Pflanzenwelt.

Sambia Safari Lodges & Camps

Zu den gern gewählten Lodges in der Region Kafue gehört das Musekese Camp. Das einstige Bush-Camp bietet Besuchern ein authentisches Erlebnis in der Wildnis. Die Lodge mit Bar und Open-Air-Bädern profitiert von einer hervorragenden Lage im Herzen des nördlichen Kafue, welche die Erkundung von Kafue auf Sambia Safaris ideal ermöglicht.

Etwas eleganter präsentiert sich die Ila Safari Lodge, die am Ufer des Kafue liegt. Etwa 3 Stunden von Sambias Hauptstadt Lusaka entfernt liegt die Lodge, die über 10 Zelt-Zimmer, darunter 4 Luxus-Zimmer verfügt. Die Ila Safari Lodge verfügt über WiFi, Safaris werden tagsüber von der Unterkunft aus angeboten. Die exzellente Lage am Fluss prädestiniert diese Unterkunft außerdem für die beliebten Bootstouren im Kafue.

Eine weitere Übernachtungsmöglichkeit vor Ort bietet das authentische Busanga Bush Camp. Im Herzen der Busanga Plains im Kafue liegt dieses Zeltcamp. Vor Ort angeboten werden tagsüber Safaris sowie Bootstouren. Alternativ bietet sich das etwa 15 Minuten Fahrt entfernte und vergleichbar luxuriöse Shumba Camp an, das sich etwas größer präsentiert und über einen eigenen kleinen Pool verfügt.

Wer auf eine Sambia-Safari geht, erfreut sich an einem tierreichen Erlebnis.

Die Kosten von Unterkunft und Safaris im Kafue

Wer sich für eine der gehobenen Lodges im Kafue interessiert, muss mit Kosten von mehreren hundert Euro pro Nacht (meist zwischen 600 und 900 Euro) rechnen. Möchtest du den Kafue sicher und authentisch erleben, sei jedoch empfohlen, hier kein Geld zu sparen. Die besten Lodges verfügen über eigene professionelle Wildführer und bieten eigene Safaris an. Wer beispielsweise im Kafue eine Woche bleiben möchte, muss mit etwa 4.000 bis 8.000 Euro für Unterkunft und Safaris pro Person rechnen.