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Kaum zu glauben: Fakten über die Niagarafälle in Kanada

Kurioses und Interessantes zu den Niagara Falls Canada

Geschrieben von

Alice Baumann

26.11.2019

Die Niagarafälle sind nicht nur eine der beliebtesten touristischen Attraktionen in Kanada und den USA, sondern gehören auch zu den beeindruckendsten Naturwundern der Welt. Sie sind auf jeden Fall ein Highlight und Must-See auf deiner Kanada- oder New York-Reise. Wir präsentieren dir hier sieben eindrucksvolle Fakten zu den Niagarafällen, die dich erstaunen werden.
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Entstehung nach der Eiszeit

Die Entstehung der Niagarafälle geht etwa 12.000 Jahre zurück - zum Ende der letzten Eiszeit.

Am Ende der letzten Eiszeit, vor rund 12.000 Jahren, begannen die letzten Gletscher in dem Gebiet, wo sich heute die Niagarafälle befinden, zu schmelzen, was den Eriesee zum Überlaufen brachte. So bildete sich der Fluss Niagara. Er fließt über die Felsen der Niagara-Schichtstufe, ergießt sich in den Ontariosee und bildet so die Niagarafälle.

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Erosion der Fälle

Seit der Entstehung der Niagarafälle haben sie sich bereits 11 Kilometer verschoben.

Die genannte Schichtstufe zeichnet sich dadurch aus, dass sich hartes Dolomitgestein über weichem Schiefer befindet. Das Wasser frisst sich in den Schiefer und höhlt ihn aus, bis sich die überhängende Schicht aus Dolomit nicht mehr halten kann, abbricht und als Geröll nach unten stürzt. So wandern die Niagarafälle jedes Jahr ein Stückchen weiter in Richtung Eriesee. Seit ihrer Entstehung haben sie sich bereits 11 km verschoben. Die Wucht des herunterstürzenden Wassers hat sich vermindert, seitdem der Niagara als Lieferant für Strom genutzt wird und ein Teil der Wassermassen zu den einige Kilometer entfernten Wasserkraftwerken umgeleitet wird. 1969 untersuchte ein Expertenteam die Location, um zu prüfen, ob und wie die Erosion aufzuhalten wäre. Aber nachdem alle Lösungsansätze sich als viel zu teuer erwiesen, wurde der Plan aufgegeben.

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Höhe und Grenze der Niagarafälle

Ist es nicht unglaublich, dass die Landesgrenze zwischen Kanada und den USA genau in der Mitte der donnernden Horseshoe Falls liegt?

Dort, wo der Niagara River den Ontariosee mit dem Eriesee verbindet, stürzt er unglaubliche 57 Meter in die Tiefe. Die beiden Inseln Goat Island und Luna Island teilen den Niagarafall in drei verschiedene Abschnitte: die Horseshoe Falls, die American Falls und die kleinen Bridal Veil Falls. Genau in der Mitte der Horseshoe Falls verläuft die Grenze zwischen den USA und Kanada.

Die Niagara Falls in Ontario sind einer der wichtigsten Sehenswürdigkeit dieser Provinz. Die American Falls und die Bridal Veil Falls befinden sich auf dem Gebiet der United States. Die Kantenlänge der American Falls beträgt 260 m, die der Horseshoe Falls 670 m. Die Wassermassen der American Falls stürzen über eine Kante von 21 bis 34 m Höhe hinab auf eine Halde, die durch den Abbruch von Felsen entstand. Die Fallhöhe der Horseshoe Falls beträgt 57 m. Was die Niagarafälle so eindrucksvoll macht, ist die riesige Wassermenge, die bewegt wird.

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Unglaubliche Wassermenge

Ein Teil der Wassermassen wird abgezweigt und zur Stromerzeugung genutzt. Dies hat den positiven Effekt, dass sich die Fälle nicht ganz so schnell zurückziehen.

Bis zu 5,7 Millionen Liter stürzen pro Sekunde die Niagarafälle hinunter, meist ist es jedoch weniger, da das Wasser für die Stromgewinnung genutzt wird. Das geschieht vor allem nachts und von November bis März, wenn weniger Touristen die Gegend besuchen. Die Mindestmenge des verbleibenden Wassers ist vertraglich festgelegt, damit das Spektakel nicht zu sehr geschmälert wird: In der Hochsaison sollen es immer noch 2,8 Millionen Liter pro Sekunde sein, im Winter und in der Nacht 1,4 Millionen Liter. Ein positiver Effekt der Reduktion ist, dass sich die Fälle dadurch nur noch etwa 4 cm pro Jahr zurückziehen.

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Unternehmungen an den Niagarafällen

Die Niagarafälle verwandeln sich jeden Abend nach Sonnenuntergang in ein unglaubliches, vielfarbiges Meisterwerk aus Wasser und Licht.

Wem es nicht genügt, die Niagarafälle nur aus der Ferne zu betrachten, kann bei verschiedenen Touren das Naturspektakel hautnah erleben. Auch die Umgebung der Fälle ist sehenswert. Weitere interessante Highlights auf der kanadischen Seite umfassen

  • Botanische Gärten

  • Marineland

  • Luftseilbahn

  • Casinos

  • Niagara Peninsula

Das klingt jetzt vielleicht etwas verwunderlich, aber du solltest aufkeinenfall versuchen, wie einige Todesmutige die Niagarafälle hinunterzufahren. „In den letzten 15 Jahren kamen zwei Draufgänger bei dem Versuch die Niagarafälle herunter zu fahren ums Leben“, vermeldet ein Bericht. Seit den 1980er Jahren wird jeder Versuch, die Fälle zu befahren, mit Gefängnis oder einer Geldstrafe geahndet.

Für mehr Tipps und Infos zu den Niagarafällen schau doch einmal hier vorbei.

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Die Niagarafälle als Filmkulisse

Den besten Ausblick auf die Niagarafälle bekommst du auf einem Helikopter-Rundflug.

Der 1953 entstandene Film „Niagara“ mit Marilyn Monroe und Joseph Cotton gehört mittlerweile zu den Klassikern. In „Tödliche Umarmung“ (1979) mit Roy Schneider findet der dramatische Showdown an den Niagarafällen statt. Auch in „Superman II – Allein gegen alle“ (1980), „Bruce Allmächtig“ (2003) sowie der Fernsehserie „Wonderfalls“ (2004) spielten die Niagarafälle eine mehr oder weniger wichtige Rolle. Der Film „Chasing Niagara“ (2016) dokumentiert das waghalsige Unterfangen des Kajakfahrers Rafa Ortiz, die Niagarafälle zu befahren.

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Trockenlegung und Vereisung der Wasserfälle

In den 1800er Jahren waren die Niagarafälle fast komplett zugefroren, bis auf ein kleines Rinnsal.

Am 29. März 1848 fielen die Fälle trocken. Durch einen Sturm hatten sich die Eisschollen auf dem Eriesee in Bewegung gesetzt und den Austritt des Niagara mehrere Stunden lang blockiert. Im Juni 1969 legten Geologen die American Falls fast ein halbes Jahr lang trocken, um sie zu untersuchen. Schließlich froren die Fälle im Januar 1936 und im Februar 2015 zu.