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Eine Reise durch die 5 Must-See-Ruinenstätten der Maya

Diese Maya-Denkmäler sollten Sie nicht verpassen

Geschrieben von

Andi Friedrich

10.12.2018

Wer sich auf einer Reise nach Mexiko mit der faszinierenden Kultur der Maya beschäftigen möchte, sollte diese fünf Ruinenstätten unbedingt besuchen!

Interessieren Sie sich für die faszinierende Kultur der Maya? Dann sind Sie im Süden Mexikos genau richtig. Zahlreiche archäologische Stätten sind hier für Besucher geöffnet und können teilweise sogar bis auf die Krone bestiegen werden. Nirgendwo anders lässt sich die einstige Hochkultur so anschaulich nachvollziehen. Die Stätten dienten als Herrschaftszentren und beherbergten bedeutende Ritualbehausungen. Ihre Blüte erlebte die Maya-Kultur in ihrer klassischen Periode zwischen 250-900n.Chr. – während in Europa das Mittelalter begann. Die sogenannte Postklassik dauerte sogar bis 1697 an, anschließend befand sich das Maya-Herrscherreich im Abschwung. Mit dem politischen Niedergang verließen die Bewohner die Zentren und leben heute aber noch verstreut in kleinen Dörfern.

Das Symbol entspringt aus dem astronomischen Kalender der Maya

Die schönsten Ruinenstätten der Maya entdecken

Das Maya-Reich erstreckte sich in der Hochzeit über weite Teile Mittelamerikas, vom Süden Mexikos über Belize und Guatemala bis nach Honduras und El Salvador. Die mexikanischen Ruinenstätten liegen in den Bundesstaaten Tabasco, Chiapas, Yucatán, Campeche und Quintana Roo. Noch heute leben etwa 6 Mio. Maya in der Region. Für sie sind die Stätten bis heute wichtige Orte für Rituale, die sie auch regelmäßig an den Maya-Tempeln abhalten. Aus diesem Grund sind zeitweise einzelne Bereiche für Besucher gesperrt.

Für die Maya sind ihre Tempel heilig

Chichén Itzá

Die größte und bekannteste Anlage befindet sich im nördlichen Yucatán. Sie gehört zu den besterhaltenen Maya-Ruinenstätten, mit einer Größe von 16km² – an einem Tag schafft man kaum, alles zu sehen. Nicht alle Bauwerke können Besucher hier allerdings besichtigen, da viele noch restauriert und freigelegt werden. Zu den Highlights der Mayastätte gehört die Pyramide El Castillo, deren Äußeres einen Kalender darstellt: Die Treppen an den vier Seiten haben je 91 Stufen, was zusammen mit der letzten Stufe, auf der ein Tempel steht, die 365 Tage des Jahres ergibt. Neben diesem kalendarischen Meisterwerk ist der Heilige Brunnen, Cenote Sagrado, ein besonderes Schmuckstück in Chichén Itzá. Auf dem Grund des Wasserbeckens fand man neben Juwelen auch zahlreiche Skelette – vielleicht Menschenopfer? Solche Cenotes, mit Süßwasser gefüllte Kalksteinlöcher, gibt es übrigens in ganz Yucatán. Sie bieten sich für herrliche Tauchstunden in glasklarem Wasser an – in dafür freigegebenen Cenotes natürlich ganz ohne Skelette.

Die Pyramide des Kukulcán ist ca. 30 Meter hoch

Palenque

Die Maya-Ruinenstätte Palenque liegt im mexikanischen Bundesstaat Chiapas und befindet sich auf einer anschaulichen Bergterrasse. Die Lage im Dschungel und die an die Felsen geschmiegten Gebäudereste macht den Reiz dieser Anlage aus. Aus diesem Grund ist Palenque für viele die schönste Mayastätte überhaupt. Nur kleine Bereiche der einst großen Stadt sind tatsächlich bislang freigelegt worden, vieles ist noch mit Dschungelpflanzen überwuchert. Ein sehr mystischer und verwunschener Anblick! Wer auf die Maya-Tempel steigt, darf sich auf eine wunderbare Aussicht über die mystische Anlage freuen. Und mit etwas Glück bekommen Sie Brüllaffen zu sehen, die diesen Teil des Dschungels bewohnen.

El palenque wird oft als schönste Maya-Stätte betitelt

Calakmul

Auch diese Ruinenstätte im Bundesstaat Campeche ist ziemlich groß. Man schätzt, dass in der Maya-Metropole einst etwa 50.000 Menschen lebten. Die Stadt wurde erst spät, nämlich in den 1930er Jahren wiederentdeckt. Sie liegt inmitten eines Biosphärenreservats und bietet von ihren Tempeln aus eine herrliche Sicht über den Dschungel. Etwa 6.500 Wohngebäude, Stelen, Tempel und Straßen sind in dieser Stätte innerhalb von etwa 1.000 Jahren entstanden. Die weitläufige Anlage gilt als Geheimtipp, da sie deutlich weniger Besucher als etwa Palenque besichtigen. Wer die sehenswerte Stätte mitsamt des Biosphärenreservats besichtigen möchte, kann hier auf Ruhe hoffen.

Die Ruine liegt mitten im Dschungel

Tulum

Diese Maya-Ruinenstätte ist schon wegen ihrer außergewöhnlichen Lage an der Riviera Maya ein Muss: Die Gebäude befinden sich auf einer langgezogenen Felsklippe, die an verschiedenen Stellen mit herrlichem Blick auf das Karibische Meer aufwartet. Die Hafenanlage diente den Maya als Handelszentrum, außerdem nahmen sie hier astronomische Beobachtungen vor. Neben Wachtürmen, Tempeln und den Fundamenten von Wohngebäuden gibt es eine Stadtmauer zu besichtigen. Zu den Highlights für alle Besucher gehört der kleine Strandabschnitt, der sich malerisch zwischen den Felsen befindet. Hier tummeln sich nicht nur Strandliebhaber, sondern auch Leguane, die ein wenig Sonne tanken, bevor sie wieder ihre Spaziergänge zwischen den Ruinen aufnehmen. Packen Sie also auf jeden Fall Ihre Badesachen ein!

In Tulum sollten Sie nicht nur die Maya-Stätte bestaunen, sondern auch im türkisfarbenen Wasser schwimmen

Cobá

Die Maya-Ruinenstätte Cobá ist per Bus innerhalb von 45min von Tulum aus zu erreichen. Sie liegt mitten im Dschungel und ist idyllisch um mehrere Cenotes herum arrangiert. Die Maya-Stadt Cobá entstand während der klassischen Periode zwischen 600 und 900n.Chr. und wurde von ihren Bewohnern erst im 17. Jahrhundert verlassen. Die Gebäude und Tempel liegen weit verstreut und sind über gemauerte Wege, die sogenannten Sacbeob, miteinander verbunden. Einige davon führen zu anderen Stätten, einer reicht sogar 100km weit bis nach Yaxuná, eine Maya-Grabstätte südlich von Chichén Itzá. Zum bekanntesten Tempel in Cobá gehört die Nohoch-Mul-Pyramide, die mit 42m die höchste in Yucatán überhaupt ist. Die alten Stufen hinaufzusteigen, ist eine kleine Herausforderung, doch der Weg lohnt sich! Von der obersten Plattform haben Sie einen fantastischen Blick über das gesamte Gelände.

Der Weg nach oben ist schwierig, jedoch hat man von oben einen tollen Ausblick über die Ruinen