OM.Jebel_Akhdar
Oman | Top Listen

Faszination Jebel Akhdar: Unsere Top 8 Aktivitäten

Erlebe den faszinierenden "Grünen Berg" im Oman

Geschrieben von

Andi Friedrich

04.10.2019

Der Jebel Akhdar Gebirgszug im Norden des Oman lässt das Herz eines jeden Wanderers höherschlagen. Jebel Akhdar bedeutet übersetzt Grüner Berg, da erhöhte Niederschlagsmengen die karge Landschaft zeitweise in grüne Oasen verwandeln. Hier erwarten dich zerklüftete Gebirgszüge, dramatische Aussichten, urige Dörfer und alte Ruinen, eingebettet in eine spektakuläre Gebirgslandschaft. Im Jebel Akhdar Gebirge bewanderst du die am höchsten gelegenen Ebenen des gesamten Oman.

Lass dich von unseren Top 8 Aktivitäten auf dem Green Mountain inspirieren.
1

Wadi Bani Habib

Hier besteht die Möglichkeit für dich einen der sogenannten "Abandoned Places" frei zu besichtigen.

Eine der beliebtesten Destinationen im Jebel Akhdar Gebirge sind die Lehmhäuser des gänzlich verlassenen ehemaligen Bergdorfes Wadi Bani Habib. Einst zählte das Dorf rund 700 Einwohner. Aufgrund der unwegsamen Vegetation und der Lage des Dorfes am Berghang konnten die Bewohner sich nur zu Fuß oder mit dem Esel fortbewegen. Aufgrund dessen verließen sie Wadi Bani Habib im Jahre 1980, um auf der anderen Bergseite, die an die Straßen angeschlossen war, ein neues Zuhause zu finden. Das Dorf ist noch immer in einem guten Zustand. Eingestürzt ist verhältnismäßig wenig, der omanischen Baukunst sei Dank.

2

Jebel Shams

Nach einem kurvenreichen Anstieg erwartet dich ein atemberaubender Blick über die Gebirgslandschaft.

Jebel Shams ist der Name des höchsten Berges im Oman. Er misst knapp 3000 Meter über dem Meeresspiegel und kann von jedem mit guter Kondition oder einem fahrtüchtigen Auto erklommen werden. Von dort oben bietet sich eine spektakuläre Aussicht auf den sogenannten Grand Canyon des Oman, eine faszinierende wüstenartige Gebirgslandschaft, die den Fuß des Berges bildet. Der beste Ausgangspunkt für die Besteigung oder Befahrung des Jebel Shams ist die Stadt Nizwa. Vor allem im Hochsommer ist eine Tour auf den höchsten Berg Omans zu empfehlen. Die Temperaturen liegen zu dieser Zeit bei maximal 20 Grad und bieten eine wunderbare Abwechslung zur sengenden Hitze des Tals.

3

Saiq Plateau

Ein Anblick den Prinzessin Diana einst auch genossen hatte.

Das Saig Plateau ist das höchste Plateau des Jebel Akhdar Gebirges und bildet die Spitze des Jebel Shams Berges. Von hier aus bieten sich die spektakulärsten Aussichten des Landes. Das Plateau kann über eine rund sechsstündige Wanderung erreicht werden oder mit dem Auto im Zuge eines 45-minütigen Anstiegs erklommen werden. Ausgangspunkt für die Auffahrt ist die Straße von Birkat al Mawz, die sehr steil und kurvig ist. Bereits unterwegs bieten sich wunderbare Aussichten auf die weite Gebirgslandschaft. Etwa 30 Dörfer befinden sich um das Saig Plateau herum, die ebenfalls eine Besichtigung lohnen. Das Bergdorf Al Manakhir zum Beispiel liegt gleich am Rande der dramatischen Schlucht des Plateaus. Eine der schönsten Aussichten genießt du vom Aussichtspunkt Dianas Viewpoint, an dem bereits Prinzessin Diana gestanden hat. Diese nutzte zum Aufstieg jedoch weder ihre Füße noch einen Mietwagen. Sie landete im Jahre 1990 mit einem Helikopter.

4

Al Hoota Cave

Neben der Höhle empfiehlt sich der Besuch in das 400 Jahre alte Dorf Al Hamra.

Die Al Hoota Cave ist eine Tropfsteinhöhle und das zweitgrößte Höhlensystem des Landes. Da die Höhle allerdings erst im Jahre 1970 von einem Hirten entdeckt wurde, welcher seine verlorene Ziege suchte, sind die tatsächlichen Ausmaße des gesamten Höhlensystems noch nicht erforscht. Die Höhle liegt am Fuße des Berges Jebel Shams nahe dem Dorfes Al Hamra. Es kann eine einstündige Tour durch die beeindruckende Höhle mit ihren wunderbaren Felsformationen und unterirdischen Wasserläufen gebucht werden. Für Besucher sind 800 Meter der bisher erforschten 8 Km, bestehend aus zwei Gängen, zugänglich.

5

Snake Gorge

Ein weiteres Naturwunder bietet das Bimmah Sinkhole östlich des Canyons.

Snake Gorge, auch Snake Canyon oder Wadi Bimah genannt, gehört zu den größten natürlichen Wasserparks des Oman. Mit seinen blauen Pools, die von engen Pfaden umschlungen und bizarren, riesigen Felsen umringt sind, gehört Snake Gorge zu den beliebtesten Regionen für Canyoning, Klippenspringen und Abenteuerwandern. Vor Ort werden viele geführte Touren angeboten und Ausrüstung gestellt. Besonders nach Regenfällen ist jedoch Vorsicht geboten. Die Pools können schnell überflutet werden und eine Rettungsaktion nötig machen. Snake Gorge sollte nur an trockenen Tagen besucht werden. Vor Ort kannst du dich über die aktuellen Wetterverhältnisse im Canyon informieren. Buchst du eine geführte Tour, bist du mit einem erfahrenen Guide am besten geschützt.

6

Bait Al Safah

Begib dich im Bergdorf Al Hamra auf die Spuren der omanischen Traditionen.

Bait Al Safah wird auch Living Museum, Lebendes Museum genannt. Es liegt im urigen Bergdorf Al Hamra und besteht aus einem Lehmdorf, dessen omanische Bewohner der traditionellen Lebensweise und der alten Handwerkskunst nachgehen. So wird Besuchern beispielsweise die traditionelle Herstellung von gebackenem Brot, geröstetem Kaffee, gepresstem Öl oder wohlriechendem Parfum vorgestellt. Neben dem traditionell geführten Haushalt sind ebenfalls viele Ruinen zu besichtigen. Es werden Datteln, Kaffee und Tee angeboten. Wenn du einen tiefen Einblick in die ursprüngliche omanische Lebensweise werfen möchtest, ist dir dieses Heimatkundemuseum ans Herz gelegt.

7

Misfat Al Abriyen

Das grüne Bergdorf Misfat Al Abriyen ermöglicht durch ein Bewässerungssystem den Anbau von exotischen Früchten.

Misfat Al Abriyen ist ein ganz besonderes, schönes Bergdorf, das auf einer Höhe von rund 1000 Metern über dem Meeresspiegel liegt. Das lebhafte Dorf, das hauptsächlich aus Lehmhäusern besteht, pflegt wunderbare landwirtschaftliche Terrassen, eingebettet in enge Gassen, aufgebaut neben bizarren Felsenlandschaften. Am Rande des grünen Dorfes befinden sich weitere Gärten und Plantagen. Hier wachsen Bananen, Mangos, Papayas, Granatäpfel und verschiedene Palmenarten. Viele Bewohner leben von der Landwirtschaft. Schmale Wasserläufe wurden geschickt in den harten Stein gemeißelt, um die Plantagen ausreichend zu versorgen. Kleine Wanderwege führen Besucher durch das Dorf und die Terrassen hindurch. Von weitem gleicht Misfat Al Abriyen einer bunten Wüstenoase inmitten einer lebensfeindlichen Landschaft. Misfat Al Abriyen ist rund 6 km nördlich von der Stadt Al Hamra entfernt, die wiederum rund 200 km südwestlich von Muscat entfernt liegt. Vom Al Hamra aus führt eine geteerte Serpentinen-Straße auf den Berg hinauf.

8

Tanuf Castle Ruins

Die Ruinen zeigen die Überbleibsel des in den Fünfzigerjahren tobenden Krieges.

Die Tanuf Castle Ruins sind eine beliebte Touristenattraktion, zwischen den Städten Nizwa und Bahla gelegen. Die Ruinen waren bis zum Jahre 1950 ein belebtes Dorf. Als in den Fünfzigerjahren der Jabal Akhdar Krieg begann, wurde das Dorf beinahe komplett zerstört. Die Ruinen des alten Dorfes sind die Überbleibsel dieser Geschehnisse. Ein Spaziergang durch das Ruinendorf erweist sich als besonders entspannend und auch ein wenig romantisch, da in der Regel nicht allzu viel los ist. Die Stadt Tanuf, an der die Ruinen liegen, ist besonders bekannt für ihre Mineralwasserquelle, gespeist vom Wadi Tanuf. Auch dieser Wadi ist einen kurzen oder längeren Aufenthalt wert. Von hier aus können kleinere Wanderungen unternommen werden.

Die richtige Reisezeit für das Jebel Akhdar Gebirge

Das Jebel Akhdar Gebirge kann theoretisch ganzjährig besucht werden. Während es in den Tälern in den Winter- und Übergangsmonaten November, Dezember, Januar, Februar und März mit Temperaturen zwischen 20 und knapp unter 30 Grad am angenehmsten ist, können im Sommer Hitzewellen von bis zu 40 Grad über das Land hereinbrechen und Ausflüge zur Qual werden lassen. Möchtest du die höheren Gebirgslandschaften des Jebel Shams bewandern, bieten sich wiederum die Sommermonate geradezu an. Dort oben erreichen die Temperaturen im Sommer kaum 20 Grad und bieten eine wohltuende Abkühlung von der Hitze des Tals. Im Winter wiederum kann es auf dem Hochplateau klirrend kalt werden. Lange Wanderungen sind zu dieser Zeit eher ungünstig. Möchtest du das Hochgebirge bewandern und die Täler besichtigen, bieten sich klimatechnisch die Übergangsmonate Oktober und März sowie April an. Zu dieser Zeit ist es im Hochgebirge nicht mehr ganz so kalt und im Tal nicht ganz so heiß.

  • Ländliche Region
  • Berge
  • Höhlen
  • Historische Orte
  • Handwerk
  • Wandern & Trekking
  • Begegnungen mit Locals